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Leave Us Alone - [La' Os Vaere] - [DE] DVD dänisch

Leave Us Alone - [La' Os Vaere]  - [DE] DVD dänisch
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Art.Nr.: 629384
Leave Us Alone - [La' Os Vaere]  - [DE] DVD dänisch

629384 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Dänisch
Untertitel: D
Länge: 82 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Wendecover, Behind the Scenes - Filming "Leave us Alone", 8mm Short "The More We Are Together" (Frühfassung von "Leave us Alone"), Behind the Scenes Galerie "The More We Are Together"

 

Originaltitel: La' os være
Filmlänge: DVD 79 Min. ohne Abspann
Regie: Lasse Nielsen, Ernst Johansen
Musik:  
Darsteller: Martin Højmark, Ole Meyer, Jens Wagn Rasmussen, Sven Hastel, Kenneth Nielsen, Søren Christiansen,Tine Jensen, Anja Bærentzen, Henrik Rasmussen, Svend Christensen, Bo Jensen, Helle Droob, Hanne Olsen, Bjørn Martensen, Ivan Baumann
  Dänemark 1975


LEAVE US ALONE - La' os være

Die Fahrt ins Sommerlager fällt in diesem Jahr aus. Das wollen die Kinder in einem dänischen Kinderheim nicht hinnehmen. Schnell sind sie sich in dem Vorhaben einig, eine Ferienreise auf eigene Faust zu unternehmen. In einem gemieteten Boot fahren 15 Kids und Teens mit Campingausrüstung zu einer der unbewohnten Inseln Dänemarks. Ein Abenteuer ganz ohne Erwachsene beginnt. Das Paradies liegt in der Ostsee. In der Nacht treibt das Boot ins Meer hinaus. Die Jungen und Mädchen sitzen auf der Insel fest.
Das Überleben in der Wildnis ist ein spielerischer Zeitvertreib. Noch gibt es Raum für erste zarte Romantik. Mädchen und Jungen, aber auch Jungen und Jungen kommen sich näher. Ein erstes tragisches Unglück erschüttert die Idylle.
Schon nach wenigen Tagen verschärfen sich die Konflikte. Die Gruppe zerfällt. Vier der großen Jungs setzen sich ab und gründen einen eigenen Clan der Jäger. Aus den gerade noch so abenteuerlustigen Freunden werden monsterhafte Krieger, denen jedes moralische Urteilsvermögen plötzlich entschwindet. Die Kinder steuern auf eine Katastrophe zu...

Das Standardwerk zu dem Thema - eine Gruppe Kinder allein gestrandet auf einer Insel - ist William Goldings "Lord of the Flies". Klar und präzise schildert Golding in seinem wegweisenden Roman, wie die Gruppendynamik außer Kontrolle gerät, wie in kurzer Zeit die erlernten sozialen Werte und Normen in sich zusammenbrechen und einem tribalen Kampfinstinkt weichen. Ursache für den gefühlten Zivilisationsbruch ist aus entwicklungspsychologischer Sicht die noch nicht abgeschlossene Ausbildung des moralischen Bewußtseins bei den Kindern. Sie wissen zwar dem Grunde nach, was richtig und falsch ist, ihnen fehlt aber noch die Erfahrung, diese Einschätzung in der alltäglichen Lebenspraxis sicher anzuwenden. Sie kennen noch nicht alle Grenzen, deshalb testen sie normalerweise spielerisch aus, welche Konsequenzen auf bestimmte Schritte folgen. Genau an dieser Bruchstelle hebelt Goldings Konstruktion die Sozialutopie vom souveränen Kind aus. Gänzlich ohne erzieherische Begleitung sind Heranwachsende im Teenageralter kaum in der Lage, eine selbständige Gemeinschaft zu bilden.
Der 1974 entstandene dänische Film "Leave us Alone" implementiert eine damals aktuelle ideologische Komponente in das Gedankenexperiment. Die Idee einer kommunistischen Gesellschaft, in der es kein Eigentum gibt, weil alles geteilt wird, und wo es keine soziale Ungleichheit gibt, weil alle gleichberechtigt sind, ist den Jugendlichen jener Zeit geläufig. Vielleicht wäre das eine pragmatische Lösung für das gemeinsame Überleben in der Isolation. Aber der Mensch ist ein Rudeltier. Die Ausprägung einer hierarchischen Sozialordnung im Rudel ist makrogenetisch vorbestimmt. Die Alpha-Tiere nehmen immer ihren Platz ein. Andere Ideen haben kaum eine Chance. So entwickeln sich wie in Goldings Vorlage zwei gegensätzliche Führungspersonen. Martin setzt auf Vernunft und Kooperation, Jens beansprucht kompromißlos das Recht des Stärkeren. Welche Seite wird die Konfrontation gewinnen?
Mit ihren langen Haarmähnen sind Mädchen und Jungen in ihren Schlaghosen nicht voneinander zu unterscheiden. Die authentischen jungen Laiendarsteller sind ganz ein Zeitzeugnis der 1970er Jahre. (Pino DiNocchio)

 


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