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The Heart Is Deceitful Above All Things - (Limited Edition) - [EU] DVD

The Heart Is Deceitful Above All Things - (Limited Edition) - [EU] DVD

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Art.Nr.: 661925
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661925 EU
Tonspur: Deutsch / Englisch
Untertitel: D
Länge: 93 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Metalpack, "Sex, Drugs and Jeremy", "The Heart of Jeremy"

 

Originaltitel: The Heart Is Deceitful Above All Things
Regie: Asia Argento
Musik:  
Darsteller: Asia Argento, Jimmy Bennett, Peter Fonda, Ben Foster, Ornella Muti, Kip Pardue, Michael Pitt, Jeremy Renner, Cole Sprouse, Dylan Sprouse, John Robinson, Marilyn Manson, Jeremy Sisto, Matt Schulze, Lydia Lunch
  USA 2004


THE HEART IS DECEITFUL ABOVE ALL THINGS

"Du bist nicht meine Mutter!" faucht der 7jährige Jeremiah die fremde Frau an, die ihn von seiner Pflegefamilie weggeholt hat. Doch zu seinem großen Unglück ist die schnippische Sarah tatsächlich seine leibliche Mutter. Seit sie ihn mit 16 Jahren zur Welt gebracht hat, hat sie sich kein bißchen geändert. Nach wie vor läßt sie sich von häufig wechselnden Liebhabern aushalten. Obwohl ihr Lebenswandel sie in jeder Hinsicht für den Umgang mit einem Kind disqualifiziert, hat das Jugendamt der jungen Mutter die Verfügungsgewalt über ihren Sohn zurückgegeben.
Für den kleinen Jeremy beginnt eine jahrelange Höllentour. Sarah ist mit ihm ständig unterwegs an den übelsten Orten. Im Sumpf von Prostitution, Drogen und Gewalt erleidet der Junge eine lieblose Kindheit, muß aus Mülltonnen fressen, wird geprügelt. Wie ein Stück Gepäck schleppt Sarah das wehrlose, eingeschüchterte Kind mit sich herum, stellt ihn ab, wenn er ihr gerade im Weg ist, oder läßt ihn tagelang allein eingesperrt in einer fremden Wohnung. Eines Tages läßt sie mal wieder einen ihrer Liebhaber sausen und verschwindet - und läßt Jeremy einfach zurück. Der frustrierte Kerl vergreift sich daraufhin an dem Jungen und mißbraucht ihn brutal.
Die Großeltern holen Jeremy aus dem Kindernotheim und nehmen ihn zu sich. Sie sind christliche Fanatiker, die ihre zahlreichen Sprößlinge züchtigen. Ihre gottlose Tochter Sarah haben sie schon als schwangere Teenagerin verstoßen. Nun soll der Enkel in den Schoß der gottesfürchtigen Moral heimgeholt werden. Jeremys Hirn wird mit religiösem Dreck vollgepumpt, bis er vollständig gefügsam gemacht ist.
Drei Jahre später taucht Sarah erneut auf und entführt ihren Sohn direkt von der Straße weg. Sie tingelt mit wechselnden Truckfahrern durch das Land und geht auf Rastplätzen anschaffen. Die beiden hausen in LKW-Kojen und Motels. Obwohl Sarah den Jungen vernachlässigt und ihn häufig mies behandelt, entwickelt er eine emotionale Bindung zu dieser so schlechten Mutter. Der inzwischen 11jährige beginnt zu verstehen, daß er sich um sie kümmern muß. Ohne seine Hilfe ist sie hoffnungslos verloren. Der Drogenkonsum erreicht seinen Höhepunkt. Sarah verliert zunehmend die Kontrolle, taumelt in permanentem Rauschzustand, beginnt zu halluzinieren und wird von Panikattacken geschüttelt. Jeremiah beschützt seine kranke Mutter tapfer, bis er von einem Drogencocktail selbst zusammenbricht. Erneut wacht er im Krankenhaus auf und blickt seiner bigotten Großmutter ins Auge. Jeremiahs Kindheit und Jugend ist ein nicht enden wollender Teufelskreis...

Asia Argento zeigt in dieser Regiearbeit ein Kindheitsdrama in kompromißloser Grausamkeit. Schlimmer noch als die körperliche Gewalt ist die psychische Verwahrlosung des Umfelds, dem der kleine Junge ausgesetzt ist. Die Rolle der völlig entgleisten Mutter Sarah spielt Asia Argento selbst. In den Nebenrollen tauchen illustre bis prominente Namen auf, von Marilyn Manson bis Peter Fonda. Der Schlüssel für den Film liegt aber in jedem Fall in der vortrefflichen Besetzung des kindlichen Hauptcharakters. Die äußerst schwierige, emotional aufwühlende Rolle des gequälten kleinen Jeremiah spielt der talentierte junge Jimmy Bennett bewundernswert tapfer und mit solcher Überzeugungskraft, daß es einem bei diesem flehenden Kinderblick die Tränen in die Augen treibt. Den elfjährigen Jeremiah verkörpern die Zwillinge Cole und Dylan Sprouse, die dabei beeindruckend unter Beweis stellen, daß sie schauspielerisch viel mehr können als nur Comedy.
Es ist für den Zuschauer kaum zu ertragen, was Jeremiah über die Jahre erleiden muß, nur weil sich Jugendbehörden ihrer Verantwortung entziehen. Man glaubt ein Kind bei der Mutter oder bei der Großmutter von Natur aus gut aufgehoben, ohne Fragen über den Erziehungsstil oder die Lebensverhältnisse zu stellen. Erziehung ist Privatsache, in die sich der Staat nicht einmischt; in den USA ist diese Unantastbarkeit der elterlichen Gewalt aufgrund der dortigen Vormachtstellung der Religion noch viel ausgeprägter als in Europa. Jeremiahs Leidensgeschichte ist durchaus realistisch. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Sarah den Jungen überhaupt haben will und ihn mit sich herumschleppt. Psychologisch durchaus erklärbar, wenngleich befremdlich erscheinend, ist die solidarische Beziehung, die der Junge zu der schrecklichen Rabenmutter aufbaut. Der einzige Trost in diesem Höllenleben ist, daß Jeremiah ihm eine unglaubliche innere Stärke entgegensetzt. Bei allem, was er durchmachen muß, behält der Junge sein Selbstbewußtsein. (Pino DiNocchio)

 


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