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Sieben Tage Sonntag - [DE] DVD

Sieben Tage Sonntag - [DE] DVD
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Art.Nr.: 686181
Sieben Tage Sonntag - [DE] DVD

686181 DE
Tonspur: Deutsch
Untertitel: D, E, F
Länge: 77 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Making Of; Dokumentation über die echten Täter:"Ein Besuch - 10 Jahre danach"; Audiokommentar (Ludwig Trepte, Niel Laupert)
- minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt

 

Originaltitel: Sieben Tage Sonntag
Filmlänge: DVD 71 Min. ohne Abspann
Regie: Niels Laupert
Musik:  
Darsteller: Ludwig Trepte, Martin Kiefer, Jil Funke, Karin Baal, Antonio Wannek, Jennifer Ulrich, Lenn Kudrjawizki, Ludwig Zimmeck
  Deutschland 2007


SIEBEN TAGE SONNTAG

Die sozial verwahrlosten Schulabbrecher Adam und Tommek lungern Mitte der 1990er Jahre perspektivlos in einer verrotteten polnischen Plattenbausiedlung herum. Die 16jährigen saufen, stehlen, randalieren, pöbeln, prügeln. Zum Arbeiten sind die Jugendlichen zu faul. Nachdem sie nicht mehr zur Schule gehen, ist für die sieben Tage in der Woche Sonntag.
Tommek stiftet seinen Kumpel Adam ständig zu neuen kriminellen Heldentaten an, damit der Spaß nicht abreißt. Adam ist zögerlich. Statt dauernd Scheiß zu bauen möchte er lieber Sarah, seiner großen Liebe, mehr Aufmerksamkeit schenken. Tommek will nur auf die Schnelle Mädchen aufreißen. Weil die Jungs nicht landen können, schaukeln sie sich in ihrer sexuellen Frustration gegenseitig hoch, um den ultimativen Kick zu erleben. Es kommt zu einer fatalen Wette: Sie wollen erfahren, wie es sich anfühlt, einen willkürlich ausgesuchten Menschen totzuschlagen...

Die zwei Hauptdarsteller spielen sich in den Szenen perfekt zu. Martin Kiefer spielt den skrupellosen Herumtreiber Tommek, der sich als Straßenkind früh die Durchsetzung seiner rudimentären augenblicklichen Bedürfnisse mit roher Gewalt angewöhnt hat. Weitsichtigere Handlungsperspektiven sind Tommek fremd. Er lebt nur für den Moment und betrachtet die Stadt als Beute und ihre Menschen als Freiwild. Angestachelt von Tommeks Aufschneiderei strebt der eher stille, bei seiner Großmutter katholisch erzogene Adam danach, mit seinem Freund mitzuhalten.
Von Beginn an stellt der Film weder Sympathie für die jugendlichen Täter her, noch unternimmt er den Versuch einer Erklärung für das abartige Verhalten. Die desolaten Zustände in Wirtschaft und Gesellschaft in den Jahren nach dem Niedergang des sozialistischen Systems können nicht der Grund sein. Dennoch schuf das Wegbrechen staatlicher Ordnung und Aufsicht in der post-sozialistischen Anarchie in den Ostblockstaaten die zweifelhaften Freiräume für die Entstehung derart sinnentleerter Gewalt.
Der bestialische Mord basiert auf einem wahren Fall. Wegen der besonderen Grausamkeit der Tat wurden die beiden 16jährigen im Jahr 1997 von polnischen Gerichten zu je 25 Jahren Haft verurteilt. In der Dokumentation, die der Regisseur ergänzend zu seinem Spielfilm gedreht hat, erzählen die zwei Mörder zehn Jahre danach im Gefängnis freimütig vor der Kamera, wie ihr Alltag damals aussah, und wie es zu der Wette kam. Auch diese Aussagen können keine Herleitung eines Tatmotivs liefern, zumal die Häftlinge sich auch nach zehn Jahren Bedenkzeit frei von jedem Schuldgefühl äußern.
Die Ursache ist in der gestörten Persönlichkeitsbildung zu suchen. Die zwei Jungs kommen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen, gemeinsam ist ihnen ein schwerwiegendes Defizit in der moralischen Entwicklung. Mangelnde Empathie und fehlendes Unrechtsbewußtsein macht die zwei Jugendlichen zu gemeingefährlichen Soziopathen. Gewiß wurden sie so nicht geboren. Die in Verantwortungslosigkeit abgeglittene Gesellschaft hatte diese Kinder einfach vergessen, nachdem ihre dysfunktionalen Familien sie zurücklassen hatten. Der Film ist eine eindringliche Warnung an eine Gesellschaftsordnung, in der sich immer weniger um Wohl und Not des Einzelnen gekümmert wird. (Pino DiNocchio)

 


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