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Die Kinder Von Paris - [La Rafle] - (Special Edition) - [FR] DVD französisch

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Art.Nr.: 687474
Die Kinder Von Paris - [La Rafle] - (Special Edition) - [FR] DVD französisch

687474 FR
Tonspur: Französisch
Untertitel: E, F
Länge: 120 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Making of, französische Audiodeskription, Bonus Disc: TV-Sendung "La Rafle du Vel d'Hiv"

 

Originaltitel: La Rafle
Filmlänge: DVD 111 Min. ohne Abspann
Regie: Rose Bosch
Musik:  
Darsteller: Hugo Leverdez, Gad Elmaleh, Raphaëlle Agogué, Adèle Exarchopoulos, Melanie Laurent, Jean Reno, Sylvie Testud, Mathieu Di Concerto, Romain Di Concerto, Oliver Cywie, Peter Kollar, Rebecca Marder, Denis Menochet
  Frankreich 2010


DIE KINDER VON PARIS - La Rafle

Paris im Sommer 1942. Noch spielen jüdische Kinder ausgelassen in den Gassen des Viertels Montmartre, auch wenn sie den gelben Stern sichtbar an der Kleidung tragen müssen und in der Bevölkerung angefeindet werden. Der 11jährige Jo Weismann, ein aufgeweckter blonder Bengel, ahnt noch nicht, welches Grauen ihm bevorsteht. Mit dem gleichaltrigen Nachbarsjungen Simon und dessen kleinem Bruder Nono vertreibt sich Jo die Ferientage.
Die Erwachsenen sind schon deutlich mehr besorgt. Sie bekommen unmittelbarer die antijüdischen Maßnahmen des Kollaborationsregimes zu spüren. Viele haben ihre Arbeit verloren. Juden werden immer mehr vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Bei Familie Weismann greift die Angst um sich. Sie waren aus Polen nach Frankreich gezogen, wo sie sich sicher glaubten.
Im Pariser Hauptquartier der Gestapo plant man den großen Schlag. Eine möglichst hohe Zahl von Juden soll aus der Stadt geschafft werden. Die Franzosen haben Vorbehalte gegen die Deportation von Juden mit französischer Staatsbürgerschaft, daher stimmen die Kollaborateure zunächst nur der Erfassung der ausländischen und staatenlosen Juden zu.
Noch vor dem Morgengrauen bricht die Hölle los. Ein Großaufgebot von Spezialpolizeikräften treibt bei der Razzia Tausende jüdischer Bürger aus ihren Wohnungen. Dieses Mal werden auch die Kinder mitgenommen. Unter dem Hohn und Spott feindseliger Nachbarn werden die Familien abgeführt.
Über 13000 Juden, darunter über 4000 Kinder, werden im Radrennstadion "Vel d'Hiv" eingepfercht. Die Menschen wissen nicht, was mit ihnen geschehen wird, wohin man sie bringen wird. Tagelang sind sie in dem völlig überfüllten Stadion ohne Nahrung, ohne Wasser. Für die medizinische Versorgung sind nur 1 jüdischer Arzt und sechs Krankenschwestern vor Ort. Die protestantische Schwester Annette kümmert sich so gut sie kann um die kleinen Kinder, die in dem Chaos ihre Eltern verloren haben. Auch Jos Freunde Simon und Nono wurden von ihrer Mutter getrennt. Die Weismanns kümmern sich jetzt mit um die zwei Jungen.
Nach fünf Tagen werden die Menschen in Viehwagons mit der Eisenbahn aus Paris abtransportiert. Die Weismanns kommen ins Lager Baune la Rolande. Unter erbärmlichen Umständen vegetieren die Familien in dem Lager dahin. Bald sind die Kinder zerlumpt und abgemagert. Dr. David Sheinbaum und Schwester Annette Monod, die freiwillig als Helferin mit in das Lager gegangen ist, kämpfen unermüdlich gegen das Elend.
Beim erneuten Weitertransport werden die Kinder gewaltsam von den Erwachsenen getrennt. Die Kleinen bleiben allein zurück in der Obhut von Annette. Jo Weismann erkennt, daß er jetzt handeln muß. Simon ist krank geworden. Deshalb faßt Jo den Entschluß, zusammen mit einem anderen Jungen die Flucht aus dem mit Stacheldraht umzäunten Lager zu riskieren...

"La Rafle" beruht auf wahren Begebenheiten. Von den über 4000 Kindern wurde keines nach der Deportation in den Osten wieder gesehen. Jo Weismann gelang die Flucht. Gute Leute versteckten den Jungen bis Kriegsende. Er und der kleine Nono, der wie durch ein Wunder gerettet wurde, waren die einzigen Überlebenden des Massenmords. Ihr Wiedersehen mit Schwester Annette sorgt am Schluß des bedrückenden Dramas für tränenrührende Szenen.

Über weite Strecken ergeht sich der Film bedauerlicherweise in den üblichen Klischees. Die Handlung dümpelt unentschlossen zwischen den Erlebnissen der Kinder und den Debatten der Erwachsenen. Deren Floskeln reichen keinesfalls für einen tiefgründigen Diskurs zum Thema. Der zivile Widerstand, mit dem einzelne mutige Franzosen gegen die Verbrechen der Nazis agierten und dadurch Leben retteten, wird plakativ gezeigt, aber nicht ideologisch unterfüttert.
Aufgeschreckt wird der Zuschauer in gleichmäßigem Takt immer wieder durch widerwärtige Beschimpfungen der Juden aus den Schandmäulern der Nazis. Jeder dieser verachtenden Sprüche erinnert wie ein Nadelstich an die unvorstellbare Entmenschlichung, läßt zugleich aber auch Zweifel an der historischen Korrektheit der Darstellung aufkommen. Beschränkte sich das Vokabular der deutschen Offiziere und ihrer Kollaborateure im alltäglichen Umgang mit Juden wirklich auf solche primitiven Haßparolen?
Die durch eine Reduktion auf klischeehafte Phrasen verzerrte Wiedergabe der Ereignisse schadet der Glaubwürdigkeit. Gerade aus Frankreich hätte man eine intelligentere Bearbeitung des Themas erwarten dürfen. Die Franzosen gehen gemeinhin weniger komplexbeladen mit ihrer unrühmlichen Rolle während der Nazizeit um. Charakterdarstellungen wie in "Au revoir les enfants" oder beißender Humor wie in "Monsieur Batignole" haben das bewiesen. Bei "La Rafle" wollte man anscheinend das französische Publikum mit ähnlich plumpen Parolen auf die Menschlichkeitsverbrechen der Vorfahren aufmerksam machen, wie das in der notorischen Selbstkasteiung bei den Deutschen üblich ist.

Die Kinder von Paris in so unsäglichem Leid zu sehen und zu wissen, daß sie alle umgebracht wurden, das macht den Film besonders traurig. Emotionaler Magnet ist der 11jährige Knabe Jo, der in so kurzer Zeit eine schlagartige Wandlung durchmacht. Vom zarten Buben, der im behüteten Zuhause von der Mutter liebevoll verwöhnt wird, katapultiert ihn das brutale Geschehen in die Position eines Jungen, der den entschiedenen Kampf um sein Überleben in die eigenen Hände nehmen muß.
Jungschauspieler Hugo Leverdez setzt die innere Blitzreife seiner Figur bemerkenswert um. Aus dem fröhlichen Kind vom Montmartre wird am Ende ein zu allem entschlossener Flüchtling. Mit verbittertem Blick folgt Jo dem letzten Rat seines Vaters, bevor er ihn aus den Augen verlor. Sein mutiger Ausbruch aus dem Internierungslager rettet ihm das Leben. Die Rolle des 5jährigen Knirpses Nono teilen sich die reizenden Zwillinge Mathieu und Romain Di Concerto mit starken Auftritten. Adèle Exarchopoulos spielt die jugendliche Anna Traube, die schon bei der Razzia durch einen Fluchtversuch ihren widerspenstigen Charakter demonstriert und sich auch nach ihrer Ergreifung wieder in die Freiheit durchschlägt, um ihren Angehörigen und Freunden zu helfen.

Was von dem Film hängen bleibt, ist der beklemmende Eindruck davon wie menschenverachtend es ist, wenn Zivilisten ohne humanitäre Versorgung in Lagern gefangen sind - so wie es nicht nur in der vergangenen Geschichte passiert ist, sondern wie auch in heutiger Zeit etwa mit den eingesperrten 1,5 Millionen arabischen Einwohnern im palästinensischen Gazastreifen verfahren wird, die von den zionistischen Juden in diesem Gebiet eingemauert, isoliert, ausgehungert, von jeder lebenswichtigen Vorsorgung abgeschnitten und immer wieder ausgebombt werden. Wer in "La Rafle" nicht eine Ermahnung an das gegenwärtig geschehende Unrecht sieht, hat nichts verstanden. (Pino DiNocchio)

 


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Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

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