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Lärm Und Wut - [De Bruit Et De Fureur] - (Special Edition) - [DE] DVD

Lärm Und Wut - [De Bruit Et De Fureur] - (Special Edition) - [DE] DVD

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Art.Nr.: 629039
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629039 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch / Französisch
Untertitel: D
Länge: 90 Min.
Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
Extras: Amaray im Pappschuber ohne FSK-Aufdruck; Interview mit Regisseur Jean-Claude Brisseau (26 Min.); Kommentar des Regisseurs, der mit der Fernbedienung in der Hand Schlüsselszenen des Films erläutert (27 Min.); Making-Of von Luc Ponette, der mit seiner Video-8-Kamera 1987 die Dreharbeiten des Films begleitete (40 Min.); entfernbarer Papierumschlag mit deutschem FSK-Zeichen

 

Originaltitel: De bruit et de fureur
Regie: Jean-Claude Brisseau
Musik:  
Darsteller: Vincent Gasperitsch, Francois Negret, Bruno Cremer, Fabienne Babe, Fejria Deliba, Thierry Helene, Lisa Herida
  Frankreich 1988


LÄRM UND WUT - De bruit et de fureur

Eine mausgraue Betonburg im Pariser Vorort Seine-Saint-Denis. Im 15. Stock eines Wohnsilos liegt das Apartment von Brunos Mutter. Mit einem Koffer und einem Vogelkäfig trifft der 14jährige dort ein. Bruno und sein Zeisig Superman sollen jetzt hier wohnen. Die Mutter sieht Bruno allerdings so gut wie nie, weil sie immer arbeitet. Sie hinterläßt ihm täglich Mitteilungen auf Notizzetteln.
Bruno ist allein mit seinem Vogel. Der stille, verträumte Junge, der bis zu ihrem Tod bei der Großmutter gelebt hat, ist plötzlich in einer anderen Welt, wie auf einem fremden Planeten. Vor der Wohnungstür gibt es viel Sonderbares.
Fasziniert ist Bruno von einem etwas älteren Jungen, der im selben Haus wohnt und in der selben Schulklasse sitzt. Jean-Roger läuft in abgerissenen Jeans und schwarzer Lederjacke herum. Der unverschämte Lümmel hat unentwegt Blödsinn im Kopf. Seine makaberen Streiche wirken auf den braven Bruno abstoßend und verlockend zugleich. In der Schule stiftet Jean-Roger Unruhe, gegenüber der Lehrerin verhält sich der Flegel mehr als respektlos; in der Freizeit läßt er seinen Frust aus Langeweile mit Diebstählen, sadistischer Gewalt, sexistischem Machogehabe und blinder Zerstörungswut heraus.
Gestohlen hat Jean-Roger das freche Benehmen nicht - er ist ganz der Sohn seines Vaters. Der Alte gammelt arbeitslos in der Wohnung herum, wo er im Flur mit dem Gewehr auf Zielscheiben herumballert. Er lebt ganz gut von der Kleinkriminalität, die im Viertel bandenmäßig organisiert ist. Seinen älteren Sohn Thierry verhöhnt er, weil der einen Job hat und eine feste Freundin und sich ein anständiges Leben aufbauen will. Thierry zieht entnervt aus. Jean-Roger hingegen verehrt den Vater und dessen anarchischen Lebensstil. Bruno gerät immer mehr unter den Einfluß der Familie seines Freundes Jean-Roger...

Jean-Rogers Vater Marcel ist nicht der klassische Asoziale, dem es an moralischem Fundament fehlen würde, sondern ein Mann, der als Soldat ein Kriegstrauma erlitten hat. Staat und Gesellschaft haben ihn - wie er in einem Zwiegespräch mit dem älteren Sohn Thierry offenbart - so tief enttäuscht, daß er sich zwangsläufig vom Konsens der öffentlichen Ordnung abwenden mußte. Marcel ist nicht mehr bereit, die Regeln der Gesellschaft zu akzeptieren, von der er sich verraten fühlt.
In den Vorstädten der französischen Metropolen ist eine Parallelwelt außerhalb des Gesetzes entstanden, in der auch Leute wie Marcel einen Winkel finden und zu einem Teil dieses Milieus werden. Es ist ein explosives Gemisch von Bürgern, die aus verschiedenen Gründen der staatlichen Ordnung entsagt haben. Die Vielschichtigkeit dieses Milieus ist aber nicht Gegenstand von Brisseaus Film. Seine Darstellung abstrahiert die inhärente Gewalt in der häßlichen Betonsiedlung, um an der Figur des von Außen dazugekommenen Teenagers zu demonstrieren, wie dieser Junge in den abgründigen Kosmos der isoliert existierenden Wohnanlage hineingezogen wird bis zum bitteren Untergang. Auf surrealer Ebene wird Brunos Verirrung verwoben mit Jean-Rogers eskalierender Familientragödie. Brunos Zeisig verwandelt sich von Zeit zu Zeit in einen Engel von der Gestalt einer entblößten Frau. Der ohne elterliche Zuwendung, ohne Orientierungshilfe alleingelassene Heranwachsende schafft sich in seiner Fantasie diese wundertätige Figur, in die er seine Sehnsüchte projiziert. Der morbide Rückzug in sich selbst wird von Jean-Rogers gewalttätigen Zündeleien entflammt.
Willkommen in der Banlieue! (Pino DiNocchio)

 


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Dieser Titel ist auch in anderen Editionen erhältlich:

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