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Gregs Tagebuch - Von Idioten Umzingelt - [Diary Of A Wimpy Kid] - [IT] BLU-RAY

Gregs Tagebuch - Von Idioten Umzingelt - [Diary Of A Wimpy Kid] - [IT] BLU-RAY

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786989 IT
Tonspur: Deustch / Englisch / Spanisch / Italienisch
Untertitel: D, E + 5 weitere
Länge: 92 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras: Audiokommentar von Regisseur Thor Freudenthal und Drehbuchautor Gabe Sachs, 9 Deleted Diary Pages

 

Originaltitel: Diary Of A Wimpy Kid
Filmlänge: 83 Min. ohne Abspann
Regie: Thor Freudenthal
Musik: Theodore Shapiro
Darsteller: Zachary Gordon, Devon Bostick, Steve Zahn, Rachel Harris, Connor Fielding, Owen Fielding, Robert Capron, Grayson Russell, Chloe Moretz, Laine MacNeil, Karan Brar, Alex Ferris, Owen Best, Cainan Wiebe, Severin Korfer, Harrison Houde, Jake D. Smith
  USA 2010


GREGS TAGEBUCH - Von Idioten umzingelt
Diary Of A Wimpy Kid

Schule ist für Kinder in einer auf struktureller Gewalt fundierten Klassengesellschaft ein soziales Schlachtfeld. Greg Heffley, ein eigentlich ganz normaler und liebenswerter Junge, zittert vor seinem ersten Tag in der Middle School. Er ahnt, was ihn hier erwartet, sein großer Bruder hat ihn schon mit Verhaltenstips darauf vorbereitet, wie man den gröbsten Unannehmlichkeiten am besten aus dem Weg geht.
Von Idioten umzingelt sieht sich Greg als Neuling an dieser Schule in einem schier aussichtlosen Kampf um einen Status, der ihm ein einigermaßen erträgliches Überleben der bevorstehenden vier Jahre sichert. Gregs einziger aus der Grundschule mitgebrachter Freund, der übergewichtige Rowley, erweist sich bei diesem Vorhaben bald ob seiner Naivität eher als hinderlich, denn als hilfreich. Greg wendet einige Energie und Kreativität auf, um zu seinem eigenen Nutzen das peinliche Image seines Freundes Rowley aufzupeppen. Das zeitigt natürlich durchweg keinen Erfolg; sondern führt auf fatale Weise ins Gegenteil. Immer tiefer sinkt Greg in der Beliebtheitsskala unter den Mitschülern, während Rowley plötzlich einen kometenhaften Aufstieg in die höchsten Gipfel der Popularität erlebt. Verkehrte Welt! Die Freunde entzweien sich, und Greg sucht mit dem Mut der Verzweiflung neue Allianzen. Fregley, ein in der Hackordnung tatsächlich noch weiter unten stehender Junge, der schon die ganze Zeit mit bedauernswerter Hingabe um Gregs Heffleys Freundschaft geworben hatte, kommt jetzt endlich zum Zug und ans Ziel seiner Träume... oder vielleicht doch nicht so ganz wirklich.
Als Gregs Erzfeindin positioniert sich die biestige Mitschülerin Patty Ferrell, ein Aas, wie es im Buche steht. Bis zum letzten Schultag, bis zum bitteren Ende verfolgt sie verbissen ihr Ziel, Greg so in Grund und Boden zu erniedrigen, daß er nie mehr aufsteht. Wer aber am Ende dieses denkwürdigen Schuljahrs mit einem milden Lächeln des Sieges die Treppen hinabschreitet, das verrät nur... Gregs Tagebuch! ...oops, sorry, Gregs Journal...

Tagebuch ist ja nur was für Mädchen. Jungs nennen es vornehm Journal. Und im 21. Jahrhundert vereint das Internet die Jugend beim täglichen Lebensprotokoll geschlechtsneutral im Blog. Doch so hochmodern ist die Buchvorlage nicht. Jeff Kinneys "Diary of a Wimpy Kid" ist in der filmischen Adaption ganz klassisch mit Strichmännchen-Comic assoziiert.
Es sei zur Einleitung der Interpretation der Eingangssatz nochmals wiederholt: Schule ist für Kinder in einer auf struktureller Gewalt fundierten Klassengesellschaft ein soziales Schlachtfeld! Der an sich intelligente Schüler sieht sich mit einer Vielzahl von Regeln und Ritualen konfrontiert, mit denen sich die Kids ihren persönlichen Rang in der Machthierarchie des Schuluniversums einrichten.
Greg Heffley macht sich eine Menge Gedanken, wie er sich bei den Mitschülern beliebt machen kann. An Initiative mangelt es dem cleveren Burschen nicht. Aber alle seine Aktionen gehen für ihn nach hinten los. Greg verliert seinen einzigen Freund. Zuhause muß er sich auch noch der fiesen Attacken des gehässigen großen Bruders erwehren. Das Schuljahr ist eine lange Kette von Erniedrigungen. Das unbeschadet durchzustehen erfordert ein extrem stabiles Selbstbewußtsein.
Beistand bekommt Greg von der Einzelgängerin Angie, die sich von dem ganzen Idiotenbetrieb abkapselt. Sie flüstern ihm ab und zu über die Schulter Mut, Lob und auch Kritik zu. Angie ist zwar real, fungiert aber in der Geschichte etwas mehrdeutig auch als eine Art freundschaftlich beratende Fabelfigur, etwa wie die Grille Pepe bei Pinocchio. Darüber hinaus bleibt Jeff Kinneys "Diary of a Wimpy Kid" auch in der Verfilmung eine Kinderkomödie, wo Jungs noch Jungs sein dürfen. Mädchen spielen keine Rolle. Gregs Widersacherin Patty Ferrell ist einfach als Mensch ein Biest.
Die nicht unbedingt hochgeistigen Gags des US-amerikanischen Schülerlebens schränken den Spaß ein. Dafür sind die Hauptrollen vortrefflich besetzt. Devon Bostick als listiger großer Bruder Rodrick bringt sich mit wunderbar warmherzigem Witz ein. Zachary Gordon agiert in der Haut von Greg klar oberhalb des üblichen Comedy Niveaus. Es ist vergnüglich, diesen kreativen Jungen durch sein schreckliches Schuljahr zu begleiten.

Die deutsche Synchronisation von Greg spricht Nick Romeo Reimann mit seiner sympathischen Stimme ganz professionell. Greg-Darsteller Zachary Gordon ist ein geübter Sprecher, der bei Filmproduktionen auch Stimmen von Trickfiguren spricht. Nick trifft den aufgeweckten Tonfall von Zachary Gordon sehr überzeugend.
In der Übersetzung wartet die deutsche Synchro mit einer besonderen Absurdität auf: Im Original ist es ein deutscher Austauschschüler aus Düsseldorf, der in der Rückblende den "Käsefluch" mitnimmt. Der aus Deutschland ausgewanderte Regisseur Thor Freudenthal erzählt im Audiokommentar, daß er dafür einen echten deutschen Jungen haben wollte, damit dessen eine deutsche Textzeile authentisch klingt. Man hat also beim Dreh im kanadischen Vancouver einen original deutschen Touristen aufgegabelt, der die Minirolle des Dieter Muller spielt und spricht. In der deutschsprachigen Filmfassung mutiert dieser dann doch tatsächlich zu einem französischen Austauschschüler aus Toulouse! Deutsche Übersetzungsteams leiden wohl unter einer Zwangsneurose: wenn es nichts zu übersetzen gibt, dann erfindet man einfach eine Übersetzung. So wird denn auch der Name von Fregley ins Deutsche übersetzt mit "Finlay", und aus Rowley wird im Deutschen ein "Rupert"...
Auch sonst wird in der deutschen Übersetzung mit den Fakten gerne Fußball gespielt. Greg geht in die Middle School, das ist eine im Hollywood Film eher selten vertretene Mittelstufenvariante des US-amerikanischen Schulsystems, wo die Kinder bis zur Oberstufe in Klassenverbänden gemeinsam lernen. Aus dem Film bekannter ist die Junior High School, die mehr gymnasial orientierte Mittelstufe mit Kurssystem, wo schon früh Individualisierung und Einzelkämpfertum geprägt wird. Strategische Cliquenbildung und Sozialmobbing gibt es gleichwohl an beiden Schulformen. Weil man es mit den Unterschieden in der deutschen Übersetzung nicht so genau nimmt, wird Greg zwischendurch locker flockig, aber sachlich inkorrekt von der Middle School in die Junior High verortet.
(Pino DiNocchio)

 


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Dieser Titel ist auch in anderen Editionen erhältlich:

Gregs Tagebuch - Von Idioten Umzingelt - [Diary Of A Wimpy Kid] - [IT] DVD

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