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The Boys Of St Vincent - [DE] DVD

The Boys Of St Vincent - [DE] DVD
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Art.Nr.: 631709
The Boys Of St Vincent - [DE] DVD

631709 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch / Englisch
Untertitel: keine
Länge: 188 Min.
Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
Extras: Wendecover, DVD enthält beide Filme

 

Originaltitel: The Boys Of St. Vincent
The Boys Of St. Vincent: 15 Years Later
Regie: John N. Smith
Musik:  
Darsteller: Henry Czerny, Johnny Morina, Brian Dodd, Ashley Billard, Jeremy Keefe, Phillip Dinn, Brian Dooley, Jonathan Lewis, Michael Wade, Greg Thomey, Alain Goulem, Sebastian Spence, David Hewlett, Timothy Webber, Lise Roy, Pierre Gauthier
  Kanada 1992 / 1993


THE BOYS OF ST. VINCENT

Teil 1: "Schrei nach Hilfe"
Das von katholischen Mönchen betriebene Waisenhaus St. Vincent in der kanadischen Provinz Neufundland hat bei Bürgern und Politikern ein hohes Ansehen. Zur Feier des 100jährigen Bestehens im Jahr 1975 haben die Glaubensbrüder der Regierung einen stattlichen finanziellen Zuschuß für die Renovierung der alten Gemäuer abgeluchst.
Der Direktor des Waisenhauses, Bruder Peter Lavin, gerät in Bedrängnis, als die Polizei in seiner Anstalt Ermittlungen durchführt wegen des Verdachts des sexuellen Mißbrauchs und der Mißhandlung von Kindern. Auslöser der Ermittlungen ist der Hausmeister Mike Finn, der den kleinen Kevin Reevey eigenmächtig zum Arzt bringt, weil er den Jungen im Schlafsaal mit Verletzungen vorfindet, die von einer fragwürdigen Prügelattacke herrühren.
Mehrere der Jungen werden vernommen. Die Knaben machen explizite, erschütternde Aussagen darüber, wie sie von bestimmten Ordensbrüdern regelmäßig zu sexuellen Handlungen gezwungen werden. Detective Noseworthy ist entsetzt. Er verspricht dem verängstigten Kevin Hilfe. Doch der Polizeichef pfeift den gewissenhaften Beamten zurück. Höchste Regierungskreise befehlen die Vertuschung des Skandals um St. Vincent. Die Kirchenführung tauscht das Leitungspersonal des Waisenhauses aus und versetzt die des Mißbrauchs beschuldigten Brüder Lavin, Glackin und Glynn an andere Orte. Damit scheint die unangenehme Sache aus der Welt zu sein. Kevin, Steven, Mike und die anderen Jungs bleiben weiter der Willkür der christlichen Brüder ausgesetzt...

Teil 2: "Späte Wahrheit - 15 Jahre später"
Peter Lavin lebt mit Frau Chantal und zwei kleinen Söhnen in Montreal. Während er mit der Familie den Truthahn für Thanksgiving vorbereitet, klingelt die Polizei an der Wohnungstür. Lavin wird verhaftet und angeklagt wegen des Kindesmißbrauchs in seiner Zeit als Direktor des katholischen Waisenhauses St. Vincent vor 15 Jahren.
Kevin Reevey wird vorgeladen, seine damals bei der Polizei niederlegte Aussage über Lavins Übergriffe zu bestätigen. Der junge Mann ist schockiert. Er weigert sich. Er will die schreckliche Vergangenheit nicht wieder aufleben lassen. Detective Noseworhy hatte ihn damals im Stich gelassen. Es ist zu bitter, an alles erneut erinnert zu werden, was Lavin ihm angetan hat. Aber das Verfahren ist die einzige Chance, Lavin einer Bestrafung zuzuführen. Das weiß auch Steven, der als Drogensüchtiger an den Ort der schlimmen Kindheit zurückkehrt, um gegen die Peiniger auszusagen.
Den Brüdern wird der Prozeß gemacht. Das ganze Ausmaß des Skandals wird aufgerollt. Bis in höchste behördliche und politische Kreise waren die Verbrechen der Kinderschänder damals vertuscht worden. Doch die Verantwortlichen streiten alles ab.
Unter großen Qualen sagen die Mißbrauchsopfer vor Gericht öffentlich aus. Kevin schildert die regelmäßigen Übergriffe, die seine Seele so verwundeten, daß er als Erwachsener kein ungestörtes Liebesleben führen kann. Lavin hatte ihn als "seinen Jungen" in Besitz genommen, jeder in St. Vincent wußte das.
Peter Lavin zeigt sich angesichts der dramatischen Vorwürfe ungerührt. Er hat keinerlei Schuldbewußtsein. Sein Realitätsverlust ist so vollkommen, daß er tatsächlich glaubt, er habe den kleinen Kevin geliebt, als er ihn vergewaltigte!
 

Konklusion
Der kanadische TV-Zweiteiler ist inspiriert von einem wahren Fall, der kurz zuvor bekannt geworden war. In einer beklemmenden Darstellung werden die Mechanismen aufgezeigt, wie die Allmacht der Kirche zusammenwirkt mit der krankhaften Verirrung der dort Freiraum findenden Triebtäter und der Hilflosigkeit der ihnen ausgelieferten Kinder.
Das hermetisch geschlossene System der katholischen Kirche entzieht sich jeder demokratischen, öffentlichen, rechtsstaatlichen und strafrechtlichen Kontrolle. Katholische Waisenhäuser und Internate sind dadurch kategorisch Orte der potentiellen Gefährdung für Kinder. Wo es an neutraler Aufsicht fehlt, steht dem Mißbrauch der Kinder Tür und Tor offen. Mit massiver Einschüchterung, drakonischen Strafen und meist auch mit angsteinflössender religiöser Indoktrination werden die Schutzbefohlenen in solchen Anstalten zum Schweigen gebracht. Daran hat sich bis zum heutigen Tag trotz der inzwischen zahlreichen in verschiedenen Ländern aufgedeckten Mißbrauchsfälle nichts geändert. Der einzige konsequente Schutz für Kinder wäre nur die Auflösung und das generelle Betriebsverbot von Erziehungseinrichtungen, die unter kirchlicher Hoheit stehen!
In schwer zu ertragenden Szenen wird der Zuschauer mit den Grausamkeiten konfrontiert, die dem kleinen Kevin durch Bruder Lavin angetan werden. Seine sexuelle Begierde sucht der regelrecht besessene Geistliche zu befriedigen, indem er sich den Jungen mit perfiden Mitteln gewaltsam gefügig macht. Die psychologische Manipulation bricht dem wehrlosen Kind schnell die Seele. Kevin und die anderen Jungs sind durch die Mißbräuche und Mißhandlungen im Waisenhaus St. Vincent für ihr Leben gezeichnet. Der zweite Teil des Films zeigt das ganze Elend der Opfer.
Auch dem Profil des Täters räumt der Film eine breite Darstellung ein. Peter Lavin erklärt im Gespräch mit seinem psychiatrischen Gutachter glaubhaft die emotionalen Motive seiner Knabenliebe. Er fühlt sich sexuell zu vorpubertären Jungen hingezogen, die Zartheit der kleinen Körper erregt ihn auf dieselbe Art wie andere Männer durch bestimmte Frauenfiguren erregt werden.
Lavins Neigung ist im Kern eine aufrichtige Liebe, sie führt ihn nur unweigerlich wie jeden Pädophilen in das unauflösbare Dilemma, daß seine Liebe eine Einbahnstraße ist, weil sie von einem Kind nicht in gleicher Weise erwidert werden kann. Genausogut könnte er als Fetischist eine Colaflasche lieben. Er muß sich selbst also mit der Kraft seines Verstandes auf eine rein ideelle Form der Liebe beschneiden, was in Gestalt der körperlichen Enthaltsamkeit dem Zölibat gleichkäme; oder er muß sich den Sex mit Gewalt holen!
Lavin hatte selbst eine lieblose Kindheit als Waise. Das mag die Ausprägung seiner Veranlagung begünstigt haben, vor allem im Bezug auf das Bedürfnis, den Jungen Liebe und Zuneigung zu schenken. Im wesentlichen liegt darin aber der Keim für die Entwicklung eines geradezu psychotischen Zwangs, sich einen Jungen wie Kevin als persönlichen Schützling untertan zu machen. Lavin, der infolge seiner Biografie selbst keine gefestigte Persönlichkeit besitzt, verliert den Realitätsbezug. Er nimmt sich mit Gewalt, was er begehrt. Seine Liebe für den Jungen mutiert zu einem Monster reiner Selbstbefriedigung eines animalischen Triebs. (Pino DiNocchio)

 


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