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Francesco Und Der Papst - DOKU - [DE] BLU-RAY

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Francesco Und Der Papst - DOKU - [DE] BLU-RAY

950339 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch / Italienisch
Untertitel: keine
Länge: 87 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras: Making of

 

Originaltitel: Francesco und der Papst
Regie: Ciro Cappellari
Musik: Alexander Hacke
Darsteller: Joseph Ratzinger, Francesco Giuffra, Marcello Guiffra, Lorenzo Guiffra, Rosa Maria Iannucci, Marcos Pavan, Giuseppe Liberto
  Deutschland / Italien 2011


FRANCESCO UND DER PAPST

"Francesco und der Papst" ist ein kurzweilig unterhaltsamer und gleichermaßen lehrreicher Dokumentarfilm, der, freilich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aus kindlicher Perspektive Außen- und Innenansichten rund um das Amt des mächtigsten religiösen Führers des Planeten liefert.

Der 11jährige Francesco ist ein Junge aus Rom. Er singt im Knabenchor der Sixtinischen Kapelle. Bei den Messen steht der Junge mit dem Chor ganz vorne. Er ist dem Papst so nah und doch so fern. Denn Francesco weiß überhaupt nichts darüber, was der Papst eigentlich so für ein Mensch ist. Der Junge macht sich seine eigenen Gedanken und stellt sich unendlich viele Fragen. Eines erkennt der aufmerksame kleine Beobachter schnell am Gesichtsausdruck des Heiligen Vaters: Der Papst muß ein einsamer Mann sein.
Während der Elfjährige in Rom zur Schule geht und sich fortwährend Fragen über die vielfältigen Aufgaben des Papstes stellt, begleitet die Kamera des Dokumentarfilmers Benedikt XVI. auf seinen Reisen rund um die Welt. In Kamerun und Angola etwa erwartet man vom Führer der Katholischen Kirche eine Lösung, damit nicht so viele Afrikaner an Aids sterben. Der Papst faselt etwas von Moral und schiebt das Problem mit Aids auf die Politiker und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Kondome würden die Verbreitung von Aids nicht verhindern, lügt der Mann sich in die Tasche. Spricht von "Humanisierung der Sexualität", wenn er in verklausulierter Form die Monogamie als Rezept gegen Geschlechtskrankheiten empfiehlt, und bricht dann eine Lanze für die Leidenden, die es mitfühlend und barmherzig zu umsorgen gilt. Ein Schelm, wer daraus schließt, daß eine effektive Bekämpfung von Aids der Katholischen Kirche den Nachschub an Leidenden abschneiden und sie damit eines ihrer sinnstiftenden Themen berauben würde.
In Rom übt Francesco derweil Gesang für ein Solo. Er wurde ausgewählt, bei einer besonderen Messe für den Papst zu singen. Damit geht für den Jungen ein Traum in Erfüllung. Wie für Millionen Katholiken ist der Papst auch für den römischen Chorknaben ein Idol. Der christliche Glaube sitzt schon tief im Weltbild des Kindes. Und das obwohl seine zwei Brüder keineswegs so ernst mit der Religion verbunden sind und sich mehr an der Spaßkultur orientieren. Auch die Mutter nimmt vor ihren drei Söhnen eine kritische Stellung zum Papst und etwa dessen Afrika-Politik ein. Das Beten hat Francesco allerdings auch nicht geholfen, die Trennung der Eltern zu verhindern. Das Singen hilft, wenn auch in anderer Weise. Es befreit für einige Augenblicke die Seele, weil es die trüben Gedanken vertreibt. Vielleicht mag der Papst deshalb die Musik so gern, überlegt Francesco.
Francesco geht in die katholische Chor-Schule ganz in der Nähe des Petersdoms. In deren Unterrichtsprogramm hat er das Privileg, bei einer Besichtigungstour in die Innereien des Vatikan zu gelangen. Niemand wäre besser geeignet, dem Heiligen Vater wirklich ungeniert auf den Zahn zu fühlen, als ein Kind mit so direkten Fragen wie: Folgen seine Leibwächter dem Papst auch aufs Klo?
Im Gegenzug zu seinen Reisen empfängt der Papst im Vatikan auch jede Menge Staatsgäste. Präsidenten und Regenten aus aller Herren Länder defilieren zur Audienz beim Heiligen Vater der Katholiken.
Obschon der Papst als oberster mönchischer Hirte kein Eigentum besitzen darf, kommt der verarmte Mann doch immerhin in den Genuß, Speisen aus frischen biologischen Erzeugnissen des päpstlichen Gemüsegartens aufgetischt zu bekommen. Ein Luxus, den sich gar viele seiner Schäfchen, die sich von biochemisch hergestelltem Industriefutter ernähren müssen, nicht leisten können.
Eine andere Reise führt Papst Benedikt XVI. zu den historischen Anfängen des Christentums, an die Stelle, wo der Legende nach Jesus im Jordan getauft wurde, und die heute im Königreich Jordanien liegt. Eine Minderheit arabischer Christen lebt dort seit Jahrhunderten zusammen mit der islamischen Mehrheit. Beim Besuch in Palästina, wo die arabische Bevölkerung von den Juden eingemauert wird, beklagt der Papst in einer Ansprache vor den auf ihrem eigenen Boden eingesperrten Palästinensern in Zeiten offener Grenzen den Bau neuer Mauern, ohne die Täter beim Namen zu nennen. Blindheit vor den Verbrechen des Faschismus war ja schon immer die pragmatische Ausrichtung des Vatikan. Ein so zynisches Auftreten vor den Palästinensern ist einer gerechten und friedlichen Lösung kaum dienlich. Die Katholische Kirche als eine Fraktion des Christentums, einer der drei Religionen, deren heiligste Stätten in Jerusalem untrennbar ineinander verbaut sind, disqualifiziert sich mit ihrer demonstrativen Unbestimmtheit ebenso wie radikale Kräfte für eine Mitwirkung am einzigen zukunftsfähigen, nämlich dem neutralen Modell für den religiösen Teil Jerusalems.
Solche weltbewegenden Themen beschäftigen den Chorknaben in Rom weniger. Francesco konzentriert sich ganz auf seine Proben. Seine Stimme ist sein Instrument, auf dem er die Partitur spielt. Einen Ausgleich findet der lebhafte Junge beim Fußballspielen und bei den Unternehmungen mit den Pfadfindern. Francescos Mutter unterstützt die Leidenschaft ihres Sohnes als Chorsänger, auch wenn sie den ganzen Kostümball bei den katholischen Zeremonien für weltfremd und antiquiert hält.
Je näher der Tag seines großen Auftritts rückt, desto mehr bangt der inzwischen Zwölfjährige um seine Knabenstimme. Er weiß, daß seine Zeit im Chor ein definitives Ende hat, sobald die Natur den Schalter umlegt. Mit Einsetzen des Stimmbruchs ist alles vorbei. Doch nicht nur das beflügelt Francescos Wunsch, bloß nicht so schnell erwachsen zu werden.
Am Ende aller Tage gelangt der Chorknabe des Papstes zu einer beruhigenden Erkenntnis. Priester zu werden, kann er sich nach reiflicher Überlegung nicht vorstellen, denn dann mußt du, "aufhören können, an dich selbst zu denken - und in die wirkliche Welt gehörst du dann nicht mehr!" (Pino DiNocchio)

 


© 1999-2018 by TAMINGO Media Publishing

Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

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