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El Bola - [DE] DVD spanisch

El Bola - [DE] DVD spanisch
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Art.Nr.: 644432
El Bola - [DE] DVD spanisch

644432 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Spanisch
Untertitel: D, E
Länge: 84 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Wendecover, Bildergalerie

 

Originaltitel: El Bola
engl. Titel: Pellet
Regie: Achero Manas
Musik:  
Darsteller: Juan José Ballesta, Pablo Galán, Alberto Jiménez, Manuel Morón, Ana Wagener, Nieve de Medina, Gloria Muñoz, Omar Muñoz, Javier Lago, Juan Carlos Martín, Máximo Jiménez, Rafael Martínez Ruiz, Miguel Ángel Gutiérrez
  Spanien 2000


EL BOLA

Die kleine Holzkugel, die er immer in der Hand hält, ist Pablos Markenzeichen, weswegen er von seinen Kameraden "Bola" genannt wird. Pablo wird ständig von seinem strengen Vater gemaßregelt. Mit seinen Kumpels verbringt der 12jährige die Zeit bei gefährlichen Spielen und Mutproben an den Bahngleisen. Aber so richtig akzeptiert ist Pablo bei den anderen Jungen nicht. Er steht immer etwas abseits.
Als ein neuer Schüler in die Klasse kommt, ergreift Pablo die Chance. Er geht direkt auf den Neuen zu, um sich mit ihm anzufreunden. Alfredo wohnt mit seiner Familie in einem luxuriösen Haus. Sein Vater José betreibt ein Tätowierstudio.
Für Pablo ist das eine ganz unbekannte Welt voller Reize. Neugierig und hungrig auf die geheimnisvollen Dinge läßt er sich von Alfredo zu Unternehmungen mitziehen. Ein aufregender Tag im Vergnügungspark, ein Krankenhausbesuch bei Alfredos an Aids im Sterben liegendem Paten Felix, eine Besichtigung des Tätowierladens.
Zuhause bekommt Pablo für das Schule schwänzen vom Vater Prügel. Alfredos Familie lädt Pablo zu einem Ausflug in die Berge ein. Pablo erlebt einen schönen Tag in einer liebevollen Familie, wie er es von sich so nicht kennt. Beim Umziehen bemerkt Alfredo die Striemen und Verletzungen am Rücken seines Freundes. Aber der schweigt darüber. Nach der Rückkehr wird Pablo von seinem Vater Mariano wieder so schwer geschlagen daß er tagelang nicht in der Schule erscheint.
Alle Jungen wissen, daß Pablo geschlagen wird. Alfredo sorgt sich. Er vertraut sich damit seinen Eltern an. José versucht daraufhin, Mariano zur Rede zu stellen. José will etwas unternehmen, um dem Freund seines Sohnes zu helfen, doch Pablo geht allen aus dem Weg und verschließt sich. Die alarmierte Sozialarbeiterin Laura warnt José, nicht voreilig zu handeln.
So kommt es erneut zu einem Prügelexzeß. Der geschundene Pablo flüchtet sich in Todesangst zu seinem Freund Alfredo. Dessen Vater José verspricht, ihn zu beschützen. Aber Laura vom Jugendamt droht José mit einer Anzeige wegen Kindesentführung, wenn er den mißhandelten Pablo in seiner Wohnung aufnimmt. Sie besteht darauf, den verletzten Jungen umgehend wieder dem gewalttätigen Vater zu übergeben, denn schließlich gäbe es keinen Beweis, daß es der eigene Vater war, der das Kind so zugerichtet hat...

Unaufhaltsam baut sich das furchtbare Unheil auf, wie eine Gewitterwolke, die sich immer höher auftürmt, bis sie schließlich mit geballter Macht losbricht und alles unter sich erstickt. Das gequälte Kind sucht verzweifelt nach einem rettenden Strohhalm. Mit Alfredo kommt Hoffnung auf. In ihm findet Pablo einen wahren Freund, und dessen Vater José scheint couragiert genug zu sein, gegen Pablos Leid vorzugehen und ihn aus der Hölle zu befreien. Beide können aber nur in kleinen Schritten aufeinander zukommen. Es ist eine typische Reaktion eines mißhandelten Kindes, daß sich Pablo auch angesichts der vor ihm stehenden, lang ersehnten Hilfe nicht gleich öffnet, sondern aus eingeprägter Furcht vor seinem Peiniger und dessen brutaler Übermacht zuerst nicht zugeben möchte, daß er regelmäßig geschlagen wird. Die Sozialarbeiterin macht es sich da leicht und spricht zynisch von fehlenden Beweisen oder gar fehlender Anklage, solange das Opfer nicht redet.
Der Hintergrund für Pablos Martyrium ist, daß der Vater in dem Jungen einen Ersatz für seinen ersten Sohn sieht, welcher vor Pablos Geburt bei einem Autounfall gestorben war. Mariano will nicht begreifen, daß Pablo keine identische Kopie des verlorenen Sohnes ist. Deshalb läßt er seine Frustration durch Gewalt und Verachtung an dem Kind aus.
Für den Zuschauer ist der Fall klar. Marianos pathologische Gewalttätigkeit disqualifiziert ihn ohne Kompromisse. Aus Sicht von Behörden und Justiz ist die permanente Gefahr im Verzug aber leider nicht Grund genug für ein Eingreifen. Da kommt dem Zuschauer die Galle hoch! Was muß noch alles passieren?
Der Film aus Spanien zeigt mit klarem Realismus, wie solche Fälle in fast allen westlichen Ländern verlaufen, wo die Familie als heilige Kuh gilt. Das Leiden mißhandelter Kinder muß bis zum Äußersten gehen, ehe dem ein Riegel vorgeschoben wird. Zivilcourage von Bürgern aus dem Umfeld, wie hier ein Schulfreund und dessen Eltern, wird von den Behörden auch noch ins Gegenteil verdreht.
Es hilft nur Transparenz und anhaltende Ermutigung zur Wachsamkeit. Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Keine chronische Gewalt gegen ein Kind darf unbemerkt und folgenlos bleiben! (Pino DiNocchio)

 


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