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Die Wilde Zeit - [Apres Mai] - [DE] DVD

Die Wilde Zeit - [Apres Mai] - [DE] DVD

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Art.Nr.: 678511
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678511 DE
Tonspur: Deutsch / Französisch
Untertitel: D
Länge: 117 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras: Making of
- minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt

 

Originaltitel: Après mai
Filmlänge: 113 Min. ohne Abspann
Regie: Olivier Assayas
Musik:  
Darsteller: Lola Créton, Clément Métayer, Félix Armand, Dolores Chaplin, Carole Combes, India Salvor Menuez, Hugo Conzelmann, Mathias Renou, Léa Rougeron
  Frankreich 2012


DIE WILDE ZEIT - Après mai

Nach dem Mai 1968 ist im Lehrbetrieb nichts mehr wie vorher. Studenten und Schüler haben ein neues Bewußtsein entwickelt. Sie glauben an die realistische Möglichkeit, eine Revolution zu entfachen. Verschiedene linke Strömungen konkurrieren miteinander. Allen gemeinsam ist der Enthusiasmus für den Klassenkampf. Das ungerechte politisch-ökonomische System soll gestürzt werden.
Auch noch im Sommer 1971 wirkt die rebellische Stimmung nach. Gymnasiast Gilles erlebt in einem Pariser Vorort eine wilde Zeit. Die Schüler sind politisch aktiv, verstehen sich als Teil der revolutionären Bewegung. Sie verteilen Flugblätter, malen Parolen an Häuserwände, debattieren auf Versammlungen. Bei Demos auf der Straße bekommen die Jugendlichen die brutale Gewalt der Staatsmacht zu spüren. Die Beamten der prügelnden Sondereinsatztruppe der Polizei knüppeln mit sadistischer Lust auf die schutzlosen Menschen ein.
Gilles und seine Freunde radikalisieren sich. Reden führt nicht weiter, stellen sie fest. Auch militante Aktionen werden in Erwägung gezogen. Es wird heftig diskutiert. Kommunismus oder nicht? Und wenn ja, welche Richtung? Trotzkisten? Maoisten? Wie grenzt man sich vom Establishment der als bürgerlich verachteten Elterngeneration ab? Bei Begegnungen mit anderen jungen Leuten werden Ideen ausgetauscht. Jeder Tag bringt neue Gedanken. Besonders eine Ferienreise nach Italien erweitert die Horizonte für Gilles und seine neue Freundin Christine.
Gilles sucht zwischen den vielen Möglichkeiten seinen Platz. Er ist künstlerisch begabt, liebt die Malerei und den Film.

Gilles: "Ich lebe in meiner Fantasiewelt. Wenn die Realität anklopft, mache ich nicht auf." Romantische Träumer hatte es auch in früheren Zeitepochen gegeben, nämlich immer dann, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse so festgefahren waren, daß nur die Flucht in eine radikale Erneuerung die intellektuelle Schicht vor dem Untergang bewahren konnte. Die 1960er Jahre stellten wie kaum eine Epoche zuvor alles in Frage, was die Gesellschaft als ihr Fundament betrachtete. Alles war plötzlich denkbar, und dadurch wurde es möglich. Fiktion wurde zu Realität, zumindest in den Anfängen. Die große Revolution fand nicht statt, aber ohne die freidenkerischen Impulse der 68er Bewegung wäre die Liberalisierung des Wertesystems nicht in dem Ausmaß erfolgt, wie wir es heute kennen.
Regisseur Assayas zeichnet mit dem Film das Portrait einer intellektuellen Schülergeneration, die sich mit großem Eifer für die radikale Umgestaltung der politisch-ökonomischen Gesellschaftsordnung engagierte. Als Protagonist wandelt die Figur des Schülers Gilles durch eine Ansammlung von Momenten. Szenen mit gemeinsamen politischen Aktionen und deren Konsequenzen, das Ausprobieren verschiedener Konzepte von Liebe und Sexualität, das begierige Aufsaugen von Wissen aus Literatur und Kunst. Das alles beeinflußt Gilles Reifungsprozeß und seine Entscheidung, seine Berufung in der Malerei zu sehen. Schauspieler Clément Métayer sieht mit dem Oberlippenflaum in seinem jugendlichen Gesicht tatsächlich wie ein Abiturient in den 1970er Jahren aus. Der Detailreichtum in der Ausstattung des Films mit zeitspezifischer Requisite fällt ganz besonders jenen Zuschauern ins Auge, die sich an die Ära aktiv erinnern.
Olivier Assayas sieht den Film als autobiografisches Statement. Nur wer die wilde Zeit selbst in seiner Jugend als prägende Lebensphase miterlebt hat, wird den Hintergrund und die Tragweite dieser historischen Vorgänge verstehen können. Im Presseheft zum Kinofilm doziert Assayas über die Auswirkung der 68er Bewegung auf den Lauf der Geschichte. Der Film selbst macht diese Zusammenhänge nicht klar. Er zeigt nur, welche großartigen Chancen die Schülergeneration in den 1970er Jahren hatte, die in einer Atmosphäre voller Tabubrüche und verlockender Ideen aufwuchs. Gilles steht für die erste Generation, die wirklich die Freiheit hatte, ihren Lebensweg selbst zu bestimmen und nicht dazu verdammt war, der Tradition ihrer Eltern folgen zu müssen. (Pino DiNocchio)

 


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Dieser Titel ist auch in anderen Editionen erhältlich:

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