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Die Magermilchbande (TV 1979) - [DE] DVD

Die Magermilchbande (TV 1979) - [DE] DVD

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Art.Nr.: 691701
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691701 DE
Tonspur: Deutsch
Untertitel: keine
Länge: 300 Min.
Bild: 4:3 Vollbild 1:1.33
Extras:  

 

Originaltitel: Die Magermilchbande
Regie: Thomas Fantl
Musik:  
Darsteller: Richard Knotek, Tomás Vacek, Sidon Sirový, Gabriela Hyrmanová, Dita Kaplanová
  Deutschland (West) / Tschechoslowakei 1979


DIE MAGERMILCHBANDE (TV 1979)

Eine Berliner Schulklasse war mit der Kinder-Landverschickung im deutsch besetzten Böhmen. Im Frühjahr 1945 werden die Kinder vor der nahenden Sowjetarmee Richtung Bayern evakuiert. Vor der tschechischen Stadt Pilsen bleibt der Zug mit Lokschaden stehen. Die Schüler müssen marschieren. Max Milch und seine Kameraden Peter und Adolf setzen sich von der Gruppe ab. Die Jungs wollen sich auf eigene Faust nach Hause nach Berlin durchschlagen. Lehrer Karrer holt die Drei noch ein. Eine Weile müssen sie ihn mitschleppen, bis der alte Mann während eines Tieffliegerangriffs mit Herzversagen auf der Strecke bleibt.
Auf ihrer Wegstrecke begegnet den Jungen überall der Tod. Ein kleines Mädchen, dessen Eltern beim Beschuß eines Flüchtlingstreks getötet wurden, schließt sich den Jungs an. Besonders dem jüngeren Adolf wächst die 8jährige mit ihrem Teddy sofort ans Herz. Die kleine Tilli werden sie nicht mehr los. Hinter der Grenze in Bayern haben bereits die Amerikaner die Kontrolle übernommen. US-Soldaten übergeben die Kinder einer Sammelstelle in einer Kirche. Dort gesellt sich das aus Berlin stammende Mädchen Bille zu den vier Wanderern. Der Pfarrer verteilt die Kinder auf umliegende Bauernhöfe, wo sie Unterkunft bekommen und dafür bei der Arbeit mithelfen sollen. Mädchen und Jungen werden getrennt. Bald aber sind sie wieder vereint - die Magermilchbande. Max, Peter, Adolf, Tilli und Bille hauen von den Bauern ab und ziehen gemeinsam weiter.
In einem Güterwagon reisen sie ein Stück, ohne zu wissen, wohin die Schienen sie bringen. Die Kinder gelangen in ein vermintes Gebiet und können sich nur mit Glück aus großer Gefahr retten. In der Stadt Schwandorf bitten sie bei der Militärkommandantur vergeblich um Transitpapiere für die Reise durch die sowjetische Besatzungszone, die sie auf dem Weg nach Berlin durchqueren müssen. Peter freundet sich mit einem jungen Mann an, der für die Amis arbeitet. Das hilft aber auch nicht weiter.
Endlich bekommen sie zusammen mit einer Frau namens Sophie einen Transport auf einem Militärlaster nach Marktredwitz, wo Adolfs Großtante wohnt. Dort können sie sich eine Weile erholen. Die Tante aus einer Fabrikantenfamilie residiert in einer luxuriösen Villa. So wirklich wohl fühlen sich die Berliner Kinder dort nicht. Adolf erfährt, daß seine Eltern tot sind. Adolf und Tilli wollen in der Stadt Hof bei Sophie bleiben, die sich mütterlich um sie kümmert. Max, Peter und Bille wollen in Berlin nach ihren Eltern suchen. Der letzte und vielleicht schwierigste Teil ihrer Odyssee wird das verbotene Passieren der streng bewachten Grenze von der amerikanischen in die sowjetische Zone...

Die 1979 erstmals gesendete Jugendserie gibt ein plastisches Bild von den chaotischen Verhältnissen in den Wochen vor und nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reichs. Umherirrende Kinder und Jugendliche waren oft auf sich allein gestellt, mußten sich in Gruppen zusammenschließen, um sich das Nötigste zum Überleben zu organisieren. Essen, Kleidung, Schlafplätze, Medizin, Fahrgelegenheiten - alles mußten sie Tag für Tag aufs Neue erkämpfen. Dabei waren alle Mittel recht, man nahm sich, was man ergattern konnte. Begriffe wie Stehlen verloren ihre Bedeutung in einer Welt, wo jede Ordnung verschwunden war.
In beschaulicher Weise begleitet die Fernsehserie die drei Jungen und die zwei zu ihnen stoßenden Mädchen auf ihrer Reise durch ein aus den Fugen geratenes Land. Der dürre Max Milch, nach dessen Spitzname "Magermilch" sie ihre Bande benennen, ist der Älteste. Gleichwohl hat der stets besonnen agierende Junge permanent um seine Anführerschaft zu kämpfen. Draufgänger Peter verfolgt häufig eigene Pläne, ohne an die Gruppe zu denken. Der schlaue Adolf weiß in jeder kniffeligen Situation eine Lösung, weshalb ihm die Großen seine körperliche Schwäche nachsehen. Daß die Jungs die kleine Tilli bis zum Schluß mitnehmen, obwohl sie mehr eine Last ist, zeugt von ausgereifter sozialer Verantwortung. Sie verhalten sich wie große Brüder, sie erkennen ihre Rolle als Beschützer für die Kleine. Ein Teil davon mag spontan aus der Not der Situation heraus erlernt sein, doch mit ihrer selbstlosen Solidarität untereinander stehen diese Jugendlichen konträr zu der Ideologie der Rücksichtslosigkeit der Starken gegenüber den Schwachen, wie sie ihnen von der Erziehung des NS-Regimes eingeimpft wurde. (Pino DiNocchio)

 


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