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Ein Augenblick Freiheit - (Edition Der Standard) - [AT] DVD

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Art.Nr.: 658072
Ein Augenblick Freiheit - (Edition Der Standard) - [AT] DVD

658072 AT
Tonspur: Deutsch / Mehrsprachíge Originalfassung (Farsi - Türkisch - Kurdisch - Englisch)
Untertitel: D, E, FARSI
Länge: 107 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Digipack

 

Originaltitel: Ein Augenblick Freiheit
Filmlänge: 103 Min. ohne Abspann
Regie: Arash T. Riahi
Musik:  
Darsteller: Navíd Akhavan, Pourya Mahyari, Elika Bozorgi, Sina Saba, Payam Madjlessi, Behi Djanati Atai, Kamran RadSaid Oveissi, Fares Fares, Ezgi Asaroglu, Kian Khalili, Halilibrahim Sahin, Cengiz Bozkurt, Efe Çetinel
  Österreich / Frankreich 2008


EIN AUGENBLICK FREIHEIT

Die Erschießung dreier Zivilisten durch ein Militärkommando eröffnet mehr als deutlich die Geschichte, in der zwei kleine Kinder vom Iran in die Türkei und von dort weiter zu ihren Eltern nach Österreich reisen. Das Mädchen Azadeh (7) und der Junge Arman (5) werden von ihrem älteren Cousin Merdad und dessen bestem Freund Ali aus dem repressiven Gottesstaat in die Freiheit gebracht. Durch eine atemberaubend archaische Gebirgslandschaft führt die ebenso archaisch anmutende Reise vom Ende der Fahrstraße mit Pferden über die verschneiten Pässe.
In der Türkei ist der Geruch der Freiheit trügerisch. Flüchtlinge aus dem Iran sind hier nicht gern gesehen, besonders nicht wenn es Kurden sind. Für die einheimischen Halsabschneider sind die mit ihren Ersparnissen reisenden Flüchtlinge nur gut, um kräftig ausgenommen zu werden. Merdad und Ali quartieren sich mit den Kindern in Ankara in einem schäbigen Hotel ein. Auch der iranische Lehrer Hassan mit seiner Frau Lale und dem kleinen Sohn Kian kommen dort unter. Der Kurde Manu und der iranische Regimekritiker Abbas teilen sich ein Zimmer. Die Kinder verstehen die prekäre Lage nicht. Für Azy, Arman und Kian ist die abenteuerliche Reise ein Spiel.
In der Stadt unterhält die UNO einen Stützpunkt, wo sich Flüchtlinge registrieren können. Danach beginnt die nervenzehrende Warterei auf eine Reisegenehmigung in ein europäisches Land. Es ist ein grausamer Kampf der Verzweifelten. Nur wenige Asylsuchende bekommen die ersehnten Papiere. Die türkische Polizei ist mit aller Strenge dahinter, illegal eingereiste Flüchtlinge aufzugreifen. Auch der iranische Geheimdienst ist hier aktiv. Dessen Agenten spüren Republikflüchtige auf, entführen und foltern sie.

Familien, Oppositionelle, Abenteurer - die das repressive System der Islamischen Republik Iran verlassen, haben vielerlei Gründe. Alis Eltern wurden hingerichtet, den jungen Mann hält nichts mehr im Iran. Die Eltern von Azy und Arman befinden sich bereits als Asylbewerber in Österreich, die Kinder sollen nachkommen. Lehrer Hassan will für seine Familie ein Leben in Freiheit; das Ehepaar flieht aber nicht nur vor der islamischen Diktatur, sondern auch vor den konservativen Sitten, der patriarchalischen Dominanz des männlichen Geschlechts - so sieht es jedenfalls die Frau, die sich ein Stück mehr Gleichberechtigung von ihrem Gatten wünscht.
Der Film ist angelehnt an die Biografie des Regisseurs Arash T. Riahi, der selbst als Kind mit seinen Eltern aus dem Iran nach Österreich geflohen war. Die Erzählung von der Reise der Kinder verdichtet er mit weiteren Personen, die ebenfalls auf dem beschwerlichen Weg in die erträumte Freiheit sind. Nicht alle kommen an. Es gibt zwischendurch Glücksmomente, so verdrehen Ali und Merdad der lebensfrohen jungen Türkin Jasmin den Kopf. Es gibt urkomische Momente, wenn Manu Probleme mit unkonventionellem Pragmatismus löst. Es gibt Tragödien.
Nicht ohne Schwierigkeiten filmte Arash T. Riahi in der Türkei Szenen, mit der die zwiespältige Rolle des Landes im Transit der Migrantenströme aus dem Nahen und Mittleren Osten in den Fokus gerückt wird. Aus der subjektiven Sicht Betroffener und besonders der Kinder erscheint die zögerliche Haltung der europäischen Länder bei der Aufnahme von Asylsuchenden grausam. Dennoch braucht Europa nicht den Exodus ganzer Völker aufzunehmen, nur weil diese nicht in der Lage sind, sich in ihren eigenen Ländern adäquat zu regieren. Familienzusammenführung wird zusätzlich erschwert, weil in Stammesgesellschaften die Definition von Familie eine völlig andere ist als in Mitteleuropa. Letztendlich spricht Arash T. Riahi nicht Europa und die Türkei an, sondern er wendet sich gegen die Repression des islamischen Regimes, welches so viele Menschen zur Flucht aus dem Iran bewegt. "Ein Augenblick Freiheit" zeigt mutiges iranisches Exilkino mit exiliranischen Schauspielern.
(Pino DiNocchio)

 


© 1999-2018 by TAMINGO Media Publishing

Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

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