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In The Name Of The Son - [Au Nom Du Fils] - [DE] BLU-RAY

In The Name Of The Son - [Au Nom Du Fils] - [DE] BLU-RAY

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Art.Nr.: 764799
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764799 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch / Französisch
Untertitel: D
Länge: 83 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Wendecover mit alternativem Motiv

 

Originaltitel: Au nom du fils
Filmlänge: BD 81 Min. ohne Abspann
Regie: Vincent Lannoo
Musik:  
Darsteller: Astrid Whettnall, Zacharie Chasseriaud, Albert Chassagne-Baradat, Achille Ridolfi, Philippe Nahon, Lionel Bourguet, Serge Swysen
  Belgien 2012

IN THE NAME OF THE SON - Au nom du fils

Der Heiligenschein leuchtet hell über der belgischen Familie de la Baie. Mama Elisabeth moderiert eine Call-in Sendung in einem christlichen Radiosender. Papa Marc und der ältere Sohn Jean-Charles trainieren in einem Waldcamp mit Gleichgesinnten in Kampfmontur den heiligen Krieg gegen Un- und Andersgläubige.
Da ballert sich Marc mit der Schußwaffe aus Versehen den Schädel weg. Der 13jährige Jean-Charles weiß nicht so recht, was er von dem Jagdunfall halten soll. Papa starb als Märtyrer während der Verteidigung des christlichen Abendlandes. Das schürt den Haß auf die Araber, die provokanterweise in Sichtweite gegenüber der Kirche eine überdimensionale Moschee bauen. Vikar Achille lehrt den zornigen Teenager Toleranz gegenüber anderen Religionen. Elisabeth glaubt ihren pubertierenden Sohn bei dem Kirchenmann in guten Händen. In welch guten Händen wird ihr erst deutlich, als sie von dem Liebesverhältnis zwischen dem Jungen und dem Geistlichen erfährt - mit tödlichen Konsequenzen.
"Die Wahrheit wird euch befreien", zitiert Elisabeth aus dem Johannes Evangelium. Jetzt will sie alles ans Licht bringen. Was hat Achille ihrem Sohn angetan? Die katholische Kirche in ihrer Überheblichkeit macht das jugendliche Opfer zum Täter. Elisabeth fällt endgültig vom Glauben ab. Um ihre Familie zu rächen und ihren jüngsten Sproß Albert zu beschützen, begibt sich die empörte Mutter auf einen blutigen Feldzug gegen den heuchlerischen Klerus. Alle werden gerichtet, alle müssen sterben, die auf der vom Bischof unter Verschluß gehaltenen Liste stehen. Sie alle werden von der Kirche gedeckt, obwohl sie sich als Priester nachweislich an den ihnen anvertrauten Jungen vergangen haben.
Nicht nur Elisabeth hat fertig mit dem Schweineverein, welcher ihren Sohn auch noch übelst als kleine Schwuchtel beschimpft, der den sauberen Bruder Achille ins Verderben gestürzt habe. Auch die von Vater Charlebois angeführte militante christliche Truppe "Soldaten von Pius XII" ist der Ansicht, der korrupte Haufen der Kirche habe den wahren Glauben verraten.

Die Abscheu vor der Vertuschung der pädophilen Umtriebe in der katholischen Kirche ist das eine Thema, welches Elisabeth anstachelt. Darüber wird aber nur geredet. Zu sehen bekommt man davon nichts. Erotische Augenblicke gibt es in dem Film nicht. Alle expliziten Szenen des von der Zensur nur für Erwachsene zugelassenen Filmwerks bestehen aus blutigen Tötungsakten und Splattereffekten. Elisabeth zieht eine Spur von Leichen hinter sich her, bis sie den verschwundenen Achille aufstöbert, um auch ihn dem jüngsten Gericht zuzuführen.
Der Konflikt um die aggressive Expansion des Islam in Europa ist das andere Thema. Beides zusammen läßt ein anarchisches Gewaltpotential emporschießen. Die böse Satire auf das Versagen der katholischen Kirche in aktuellen gesellschaftlichen Fragen malt eine beängstigende Vision von der Radikalisierung christlicher Sektierer auf die weiße Leinwand. Die Kirchen- und Religionskritik ist freilich äußerst plakativ. Auch eine psychologische Expertise leistet der Film nicht. Was also bleibt, ist ein vergnüglich böser, provokanter Krawallstreifen ohne intellektuellen Tiefgang.
Jean-Charles wird von dem belgischen Jungschauspieler Zacharie Chasseriaud porträtiert. Leider spielt er hier nur eine kurze Rolle. Zacharie hatte mit dem Neo-Noir Jugenddrama "Les géants" (Kleine Riesen) erstmals ein internationales Publikum erreicht. Er schärft sowohl mit seinem Auftritt in "Au nom du fils" als auch in dem darauf folgenden französischen Horrorfilm "Aux yeux des vivants" (Among the Living) sein Profil als Darsteller von Teenagern in abgründigen Moralkonflikten. Den kleinen Bruder spielt Newcomer Albert Chassagne-Baradat. Dessen Figur ist ein Früchtchen, das in der göttlichen Mission der fanatischen Frau Mama zum komplizenhaften Partner aus Überzeugung avanciert.
(Pino DiNocchio)

 


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Dieser Titel ist auch in anderen Editionen erhältlich:

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