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Nackt Unter Wölfen (1963) - [DE] DVD

Nackt Unter Wölfen (1963) - [DE] DVD

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Art.Nr.: 637937
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637937 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch
Untertitel: E
Länge: 119 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1.2.35 - s/w
Extras: Wendecover, Ausschnitte aus "Spur der Zeiten"; Der Regisseur Frank Beyer" (1997, ca. 40 Minuten)

 

Originaltitel: Nackt unter Wölfen
Regie: Frank Beyer
Musik:  
Darsteller: Erwin Geschonneck, Armin Mueller-Stahl, Krzysztyn Wójcik, Fred Delmare, Jürgen Strauch, Gerry Wolff, Viktor Awdjuschko, Boleslaw Plotnicki, Herbert Köfer, Wolfram Handel, Heinz Peter Scholz
  Deutschland (Ost) 1963

NACKT UNTER WÖLFEN (1963)

Mit einem Häftlingstransport aus Polen kommt im Frühjahr 1945 ein Mann im KZ Buchenwald bei Weimar an. In seinem Koffer finden die Aufpasser ein kleines Kind. sie verstecken den dreijährigen Jungen in der Kleiderkammer vor den Wachen der SS. Der kleine Junge rührt die Herzen der Männer. Sie wissen, daß es sein sicherer Tod wäre, wenn die SS ihn entdeckte. Trotzdem will der Kapo Walter Kraemer das Kind mit dem nächsten Transport aus dem Lager wieder wegschicken. Es würde die geheime Widerstandsgruppe gefährden, wenn sie das Kind weiter versteckten. Die Verwaltung und Ordnung innerhalb des Lagers hat die SS ausgesuchten Häftlingen übertragen. Diese Posten der Kapos und Blockältesten sind großteils mit politischen Gefangenen besetzt, die wegen ihrer kommunistischen Gesinnung im KZ inhaftiert sind. Die Kommunisten sind gut organisiert. Sie bereiten einen Aufstand vor, um den auf Weimar vorrückenden amerikanischen Truppen entgegenzukommen.
Hauptscharführer Zweiling sieht die Lage realistisch. Er weiß, daß die alliierten Truppen schon bald das Lager erreichen werden. Deshalb deckt er die Genossen, nachdem er zufällig auf das jüdische Kind stößt. Dann kann er bei den Amerikanern einen guten Eindruck machen. Unter den SS-Führern des KZ ist Zweiling nicht der einzige, der sich davor fürchtet, von den Amerikanern für die Verbrechen zur Verantwortung gezogen zu werden. Im Führungsstab herrscht Uneinigkeit, ob man das Lager evakuiert und Spuren beseitigt, oder ob alle Gefangenen getötet werden, damit keine Zeugen überleben.
Zweiling verstrickt sich in einem Loyalitätskonflikt und verrät die Kommunisten wegen des versteckten Kindes doch an seine Vorgesetzten. Die Genossen müssen sich abenteuerliche Tricks einfallen lassen, um den Kleinen weiter zu beschützen. Sie riskieren viel für die Rettung des jüdischen Kindes. Zwei von ihnen ertragen schlimme Folter und sind eher bereit zu sterben, als ihre Kameraden und den kleinen Jungen zu verraten. Schließlich erfährt die Lagerleitung doch noch die Namen der kommunistischen Aufwiegler. Ihrer Exekution kommt im letzten Moment der Zusammenbruch der SS-Herrschaft zuvor.
Der kollektive Ungehorsam der Häftlinge in den letzten Stunden und der massive Waffeneinsatz der Widerstandskämpfer bei der Verteidigung gegen den Sturm der letzten SS-Truppen auf die Baracken, das ist so, wie es der Film aus den DEFA-Studios darstellt, von den historischen Fakten widerlegt. In der DDR nutzte das Regime den Roman von Bruno Apitz für eine Verfilmung, in welcher der antifaschistische Widerstand der Kommunisten heroisiert und verklärt wird.
Die Manipulation der Historie zu Propagandazwecken schmälert nicht die handwerkliche Qualität eines Filmwerks von ungeheuerer Intensität. Weitgehend ohne Filmmusik legt sich eine drückende Stille über die Szenerie. Nur die präzisen Dialoge fräsen sich ins Bewußtsein des Zuschauers. Die Schauspielleistungen sind herausragend. Detailliert entwickelt das Skript die Beziehungen der Figuren untereinander - innerhalb der Gruppe der kommunistischen Gefangenen wie auch unter den SS-Offizieren, denen zunehmend klar wird, daß der Krieg verloren ist. Auf beiden Seiten kommt es zu inneren Zerreißproben, zu Interessenkonflikten, zu fundamentalen moralischen Gewissensfragen. Trotz der fragwürdigen Geschichtsverfälschung am Ende bleibt "Nackt unter Wölfen" ein monumentales Zeitzeugnis vom Innenleben im KZ Buchenwald. (Pino DiNocchio)

 


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