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Die Queen - [The Queen] - [DE] BLU-RAY

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Art.Nr.: 765909
Die Queen - [The Queen] - [DE] BLU-RAY

765909 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch / Englisch
Untertitel: D
Länge: 103 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Wendecover, Audiokommentar

 

Originaltitel: The Queen
Regie: Stephen Frears
Musik:  
Darsteller: Helen Mirren, James Cromwell, Alex Jennings, Sylvia Syms, Michael Sheen, Helen McCrory, Roger Allam
  Großbritannien 2006


DIE QUEEN

Nach dem Wahlsieg der Labour Party kündigt sich im Frühsommer 1997 wieder einmal ein Wechsel in der britischen Innenpolitik an. Für das Staatsoberhaupt, Königin Elizabeth II., ist der protokollarische Besuch des künftigen Premierministers Tony Blair, bei dem sie ihn mit der Regierungsbildung beauftragt, nur Routine. Seit 45 Jahren sitzt die mächtigste Monarchin der Welt auf dem Thron des Empire. Blair ist schon ihr zehnter Regierungschef.
Schon wenige Wochen später erschüttert ein tragisches Unglück das Vereinigte Königreich. Prinzessin Diana, die geschiedene Ehefrau des Thronfolgers Prinz Charles und Mutter der beiden Prinzen William und Harry, stirbt bei einem Autounfall in Paris. Die Nation ist geschockt. Die Trauer des Volkes ist überwältigend. Aber die Königin lehnt es energisch ab, seitens des Palastes irgendeine Reaktion zu zeigen. Diana sei seit der Ehescheidung nicht mehr Mitglied der königlichen Familie, deshalb stehe ihr kein königliches Staatsbegräbnis zu, findet Elizabeth II. Ihr Gemahl Prinz Philip bestärkt sie in ihrer hartherzigen Haltung, die Trauerfeier für die verstorbene Ex-Frau ihres Sohnes als reine Privatsache zu betrachten, mit der das Königshaus nichts zu tun hat.
Der junge Premierminister Blair erkennt sofort, daß die Menschen im Land eine würdevolle öffentliche Bestattungsfeier für die überaus beliebte Prinzessin erwarten. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um gegen den Widerstand der Königin einen offizielle Trauerzug durch London mit einer Messe in der Westminster Abbey zu organisieren. Da man auf so einen Fall nicht vorbereitet ist, muß man auf die Choreographie zurückgreifen, welche die betagte Queen Mom, die Mutter von Elizabeth, für ihr eigenes Begräbnis vorbereitet hat. Nur an die Stelle der ausländischen Staatsgäste setzt man Popstars und Prominente aus dem Showgeschäft. Zum Entsetzen der Königsfamilie soll es unter ihren Augen in den geheiligten Hallen der Kirche eine Zeremonie mit Popsänger Elton John geben.
Während ihre Untertanen in den Straßen von London in Massen zusammenströmen, um ihre tiefe Trauer zu bekunden, und das Tor des Buckingham Palasts mit Bergen von Blumen blockiert ist, beliebt es Ihrer Majestät, auf ihrer schottischen Sommerresidenz Schloß Balmoral mit ihrer Familie seelenruhig Jagdausflüge zu machen. Tony Blair beschwört die Königin in Telefonaten, die Empörung des Volkes über ihr Schweigen und ihre Teilnahmslosigkeit ernstzunehmen. Die Stimmung droht zu kippen, die Mehrheit der Briten fühlt sich in diesen schweren Tagen von der Königin so sehr im Stich gelassen, daß sogar die Monarchie wankt. Erst in letzter Sekunde tritt Elizabeth II. die Flucht nach vorne an und eilt nach London...

Als vergnüglichen, tragisch-komischen Politkrimi inszeniert Stephen Frears die Woche zwischen Dianas Tod und ihrer Beisetzungsfeier. Es waren die schwersten Tage in der Regentschaft von Königin Elizabeth II. Die Briten machten aus der Angelegenheit eine regelrechte Staatskrise. Nie zuvor wurde die wahre Bedeutung der Monarchie so offenkundig: Politisch hat die Krone keine Macht, die Königin besitzt nicht mal das staatsbürgerliche Wahlrecht; doch die Queen ist die Seele der Nation, sie ist dem Volk ein Vorbild und spendet moralischen Beistand. Das ist ihre Aufgabe, und darin hat Elizabeth II. nach Dianas Tod kläglich versagt. Der Premierminister mit seinem klaren Blick für die Befindlichkeit des Volks setzte die Königin massiv unter Druck, hinter den Kulissen wurde sie von ihm regelrecht vorgeführt, damit sie als Repräsentationsfigur endlich tat, was von ihr erwartet wurde: öffentlich ihr Beileid bekunden und Anteil nehmen an der Trauer der Menschen um die populäre Prinzessin.
Für Elizabeth II. war es eine persönliche Tragödie, daß sie die Situation so falsch eingeschätzt hatte und ihrer Pflicht nicht zufriedenstellend nachkam. Ihr strenges Traditionsbewußtsein gestattete ihr nicht, vom Protokoll abzuweichen. Formal gesehen war sie im Recht, der bürgerlichen Diana jegliche königliche Geste der Trauer zu verweigern. Doch das Empfinden der Volksmassen verlangte eine spontane Ausnahme von der Regel. Dazu konnte sich Elizabeth II. freiwillig nicht durchringen, nicht zuletzt wegen ihrer tiefen persönlichen Abneigung gegen Diana. Sie hatte die Schwiegertochter nie leiden können, sie war erbost über die Skandale, die Diana über das Königshaus brachte, und jetzt schien die eingeheiratete Prinzessin von Wales auch noch mit ihrem Tod Rache am Palast zu üben.
Es ist schon leicht gruselig, wie verbittert Elizabeth II. auf Dianas Tod reagierte. Aufgepeitscht durch ihren Mann und ihre Mutter, verschanzt sie sich hinter einer beharrlichen Verweigerungshaltung, die sich bis ins Groteske verzerrt. Regisseur Stephen Frears überzeichnet das Duell zwischen der Queen und dem Premierminister mit humorvollen Spitzen. Vieles hat komödiantische Züge, manchmal stehen die unverblümten Einblicke in das Privatleben der Royals schon an der Grenze zur Karikatur. Mit unerschütterlichem Ernst jedoch verkörpert die Schauspielerin Helen Mirren die Queen in einer famosen und würdevollen Darstellung. Der Film macht aus der Königin keineswegs eine Witzfigur. Der Zuschauer kann ihr Verhalten vollkommen nachvollziehen, ja er leidet mit ihr. An entscheidender Stelle schrammt Frears hart am Kitsch vorbei, indem ein emotionales Schlüsselerlebnis der Königin die Wende in ihrer Haltung einleitet. Es ist eben ein Film, der zwar auf einem wahren Ereignis beruht, aber in den Details aus Fiktion besteht. Das dürfte besonders auf die privaten Szenen zutreffen, die im Film so gespielt werden, wie sich manch einer das vorstellt, deren Authentizität aber sicher nicht verbürgt ist. Das ist aber kein Problem, denn im Kern geht es darum, die Queen als das zu zeigen, was sie ist: ein Mensch. Obwohl sie sich größte Mühe gibt, ihre Amtspflichten von ihren privaten Gefühlen zu trennen, was mithin ein Charakteristikum ihres Herrschaftsstils ist, wird ihr genau das in jenen Tagen zum Verhängnis. Zu sehr läßt sie sich von ihrem Haß auf Diana leiten, zu wenig bemerkt sie, was sie in ihrer Funktion als Königin tun müßte. Auch wenn diese schmerzliche Erfahrung einen Schatten auf das britische Königshaus warf, die Queen ist so einzigartig, daß die Briten in ihrer tiefen Verehrung, die sie Königin Elizabeth II. entgegenbringen, ihr rasch vergeben haben. Die Wunde, die die Turbulenzen um ihre Reaktion auf Dianas Tod in die Seele dieser Frau geschlagen haben, ist bleibender als der schnell wieder vergessene Imageschaden der Monarchie. Man kann einfach nicht anders, als vor dieser faszinierenden Frau tiefen Respekt zu empfinden. God Save the Queen! (Pino DiNocchio)

 


© 1999-2018 by TAMINGO Media Publishing

Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

Die Queen - [The Queen] - [DE] DVD

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