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Gormenghast (TV 2000) - (Schloss Im Nebel) - [DE] DVD

Gormenghast (TV 2000) - (Schloss Im Nebel) - [DE] DVD
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Art.Nr.: 690623
Gormenghast (TV 2000) - (Schloss Im Nebel) - [DE] DVD

690623 DE
Tonspur: Deutsch / Englisch
Untertitel: keine
Länge: 240 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Making of, Postkartenset

 

Originaltitel: Gormenghast
Regie: Andy Wilson
Musik: Richard Rodney Bennett
Darsteller: Jonathan Rhys Meyers, Christopher Lee, Neve McIntosh, Celia Imrie, Andrew Robertson, Cameron Powrie, Warren Mitchell, Ian Richardson, Stephen Fry, John Sessions, Fiona Shaw, June Brown, Eric Sykes, Lynsey Baxter, Zoë Wanamaker
  Großbritannien 2000


GORMENGHAST (TV 2000)

Seit undenklichen Zeiten verläuft das Leben in der von der Außenwelt isolierten Grafschaft Gormenghast in festen Bahnen nach einem strengen Regelwerk von Traditionen und höfischen Ritualen, deren strikte Einhaltung der Zeremonienmeister penibel überwacht. Dem 76. Grafen des Herrscherhauses Groan wird endlich der ersehnte Thronfolger geboren.
Zur selben Zeit entflieht der vorlaute Küchenknecht Steerpike der schikanösen Schinderei in der Schloßküche. Von den Dächern herab erblickt er zum ersten Mal die ganze Größe der Schloßfestung. Gormenghast erstreckt sich über eine ganze Stadt. Steerpike schnuppert den Duft der Freiheit. Unversehens erblickt er am Fenster ihres Gemachs die schöne Lady Fuchsia, die Tochter des Herrschers, die von ihrem Vater nicht beachtet wird, weil Mädchen in der Thronfolge nicht zählen. Mit einer ungehörigen Portion Dreistigkeit verschafft sich Steerpike Zutritt in die inneren Bereiche des Herrschersitzes. Der Küchengehilfe umwirbt Lady Fuchsia, und kurz darauf hat er sich auch schon eine Stellung als Lehrling beim Hofarzt Prunesquallor ergaunert.
Obwohl der Emporkömmling von einigen Mitgliedern am Hof äußerst mißtrauisch beobachtet wird, genießt er schnell volle Freizügigkeit im Palast. Still und heimlich beginnt Steerpike sein böses Werk. Der hochintelligente Jüngling macht sich die starren Traditionen von Gormenghast zunutze und setzt mit seinen intriganten Plänen gezielt an deren Schwachstellen an. Geschickt spielt er die wichtigen Personen am Hof gegeneinander aus. Eine Serie von unglückseligen Ereignissen erschüttert Gormenghast. Der Graf verfällt dem Irrsinn und verschwindet eines Tages gänzlich. Noch als Baby wird Titus Groan zum neuen Herrscher erhoben.
Gefangen zwischen Schulbank und Thron dürstet es den Knaben nach verbotenen Abenteuern außerhalb der Mauern seines Schlosses. Titus entdeckt einen verborgenen Weg nach draußen. Er findet die Bestätigung, daß die Welt nicht nur aus der Festung Gormenghast besteht.
Der aus dem Schloß verbannte alte Diener Flay wird sein treuer Freund und heimlicher Beschützer innerhalb und außerhalb der geschlossenen Stadt. Der junge Graf Titus entwickelt einen immer größeren Haß gegen das ganze Schloß, das er mit seiner rigiden Ordnung als Gefängnis empfindet. Er möchte sein Erbe gar nicht antreten, auch wenn sich seine Mutter Lady Gertraude noch so sehr befleißigt, ihrem Sohn seine familiäre Pflicht anheim zu tragen.
Steerpike hat es zu beträchtlicher Macht gebracht. Über die Jahre hat er sämtliche Personen beseitigt, die ihm im Wege standen. Auch den Zeremonienmeister, dessen Assistent er zuletzt ist, bringt der machtlüsterne ehemalige Küchendiener um, wohl wissend, daß man ihn zu dessen Nachfolger machen wird. Nun sitzt Steerpike an den Schalthebeln der Herrschaft in Gormenghast.
Nur ein Ziel hat er noch nicht erreicht. Die Liebe von Lady Fuchsia konnte er nicht gewinnen. Dem inzwischen 17jährigen Titus ist Steerpike ein besonderer Dorn im Auge, nicht zuletzt weil der Kerl unablässig seiner großen Schwester nachstellt. Als Titus gewahr wird, welch ein Monster dieser Steerpike geworden ist, muß er endlich handeln. Für den teuflischen Störenfried, der einst aus den Gewölben der Schloßküche emporstieg, scheint das Ende seines aberwitzigen Höhenflugs gekommen. Graf Titus tritt an, sein verhaßtes Reich zu verteidigen und zugleich Gormenghast zu befreien - nicht nur von Steerpike, sondern auch von den Fesseln des überkommenen Herrschaftssystems...

Das epische Märchen verbindet großes Theater mit opulenten Kulissen. Die altertümliche, prunkvolle Welt der Palaststadt Gormenghast wurde mit enormem Aufwand erbaut. Dekoration und Kostüme greifen Motive aus mehreren Kunstepochen auf.
Klare Sprache macht die Aufführung auch für Zuschauer mit Grundkenntnissen in Englisch leicht verständlich. Bis in die kleinste Rolle ist die britische Produktion mit hochkarätigen Schauspielern besetzt. Furios ist die Schauspielleistung von Jonathan Rhys Meyers. Wie kein anderes Jungtalent seiner Generation vereint der begnadete Ire verführerische Schönheit und Theaterkunst in sich.
Die Figur Steerpike entwickelt sich zum Dämon, der Gormenghast aus den Angeln hebt. Dabei wird er selbst Opfer seines einfachen Wunschs, den erniedrigenden Verhältnissen der Knechtschaft zu entkommen und ein menschenwürdigeres Leben zu führen. Nachdem er erfährt, wie leicht es ist, sich unbemerkt in den unergründlichen Gemäuern zu bewegen, befällt ihn die Besessenheit. Er will zu den Privilegien des Adels aufsteigen, und dabei scheut er kein Verbrechen.
Steerpikes Gegenspieler ist das System von Gormenghast selbst. Das verstaubte Regime von lächerlichen Ritualen und unabänderlichen Traditionen, das in sich erstarrt und dadurch blind für die Gefahr aus dem Inneren ist. Die dekadente Gräfin Lady Gertrude, die sich den ganzen Tag mit ihren Katzen und ihrer weißen Krähe beschäftigt. Mit Steerpikes Wirken zerlegt sich das morsche Machtgefüge selbst.
Erst als Titus größer ist, erwächst in ihm der Jäger, der dem anmaßenden, standesfremden Eindringling das Handwerk legen will. Es bedarf aber noch einer weiteren Katastrophe, bis der zauderhafte Graf Titus endlich über sich hinauswächst.
Andrew Robertson in einem seiner seltenen Auftritte sieht als jugendlicher Titus exakt so hager und zerbrechlich aus wie der sensible junge Graf charakterisiert wird, der sich trotzig den höfischen Zwängen entzieht, jedoch kaum den Mut aufweist, gegen den Usurpator vorzugehen. Wie aus dem Gesicht geschnitten ist ihm sein jüngeres Pendant, Cameron Powrie in der Rolle von Titus als Knabe. Sogar Baby Titus hat die passende Physiognomie zu seinem älteren Ego.
Ein Ensemble von komödiantischen Figuren des Hofstaats umgibt die zwei ungleichen Hauptpersonen. Titus sind die albernen Gestalten aus den Reihen von Familie und Funktionsträgern ebenso lästig wie Steerpike, aus gänzlich anderen Gründen allerdings. Das Publikum sollen diese Komiker unterhalten. Dabei sind die Kaspereien stellenweise überzogen, so daß sie vom Hauptthema der Erzählung wegführen, obwohl sie doch integraler Bestandteil des Spektakulums sind. Die in der Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenen Gormenghast Romane von Mervyn Peake entwerfen eine komplette, abgeschlossene Welt, die von viel schrägem und auch makaberem Humor getragen wird. Die in vier Episoden eingeteilte hochwertige Verfilmung des gesamten Epos durch die BBC liefert auf pompöser Bühne einen turbulenten Mix aller Theatergattungen. (Pino DiNocchio)

 


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