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Tom Und Hacke - [DE] DVD

Tom Und Hacke - [DE] DVD
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Art.Nr.: 678649
Tom Und Hacke - [DE] DVD

678649 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch (bayerische Mundart)
Untertitel: E
Länge: 95 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Wendecover; Audiokommentar, Making of, Hörfilmfassung

 

Originaltitel: Tom und Hacke
Filmlänge: 89 Min. ohne Abspann
Regie: Norbert Lechner
Musik:  
Darsteller: Benedikt Weber, Xaver-Maria Brenner, Yannick Kuhl, Simon Meindl, Franz Buchrieser, Fritz Karl, Franziska Weisz, Julia Forstner, Götz Burger
  Deutschland / Österreich 2012


TOM UND HACKE

Der Krieg ist schon seit drei Jahren vorüber, aber Mangel herrscht im Sommer 1948 noch immer an allen Dingen des täglichen Bedarfs. Nur über den Schwarzmarkt können sich die Menschen mit dem Nötigen versorgen. Die Zigarette ist die Währung der Zeit.
In einem niederbayerischen Städtchen am Inn lebt der verwaiste Lausbub Thomas Sojer bei der Tante Apollonia und deren bravem Söhnchen Loisl. Die Tante ernährt sich und die Jungen mit Näharbeiten. Anders als sein strebsamer Vetter treibt sich Tom viel draußen herum und beobachtet die Schwarzmarkthändler. Einer der tüchtigsten Hehler ist Josef Achatz, den man jetzt Ami Joe nennt, weil er Geschäfte mit den amerikanischen Besatzungssoldaten macht.
In Bedrängnis gerät Tom, als er Tante Apollonias Nähmaschine kaputt macht. Das nötige Ersatzteil ist selbst am Schwarzmarkt nicht aufzutreiben. Vielleicht weiß Hacke einen Rat. Toms bester Freund ist Bartel Hacker, der ohne Eltern in einem Eisenbahnwaggon lebt, wo er noch immer auf die Rückkehr seines Vaters aus der Kriegsgefangenschaft wartet. Tom und Hacke stellen zusammen eine Menge Blödsinn an. Bei den Erwachsenen schauen sie sich auch kleine Gaunereien ab. Für eine neue Nähmaschine reicht das aber niemals, was man damit verdienen kann.
Eines Nachts werden Tom und Hacke Zeugen eines Mords unter Banditen, die sich um die Anteile an ihrem Gewinn streiten. Aus Furcht vor dem Mörder schwören die zwei Jungen sich, für alle Zeit über das Gesehene zu schweigen. Als aber der Mörder einen Anderen beschuldigt, der dafür eingesperrt und vor Gericht gestellt wird, ringt Tom mit seinem Gewissen.
Bei ihren Nachforschungen kommen die Jungs der Diebesbande um Ami Joe unmittelbar auf die Spur. Mit den Zigaretten aus dem geheimen Warenlager könnte Tom eine neue Nähmaschine kaufen. Das wird für die Kinder nun richtig gefährlich...

Es ist immer ein zweifelhaftes Wagnis, wenn man einen klassischen Roman in eine andere Zeit und ein anderes Land versetzt. Regisseur Norbert Lechner und Drehbuchautor Rudolf Herfurtner gelang ein wirklicher Geniestreich. Basierend auf Mark Twains Charakteren entstand ein ganz eigenständiges Krimiabenteuer in der deutschen Nachkriegszeit. Die Parallelen der Schauplätze sind verblüffend. Es gab nach dem Krieg verlassene Kinder, die wie Hacke auf sich allein gestellt waren oder wie Tom bei Verwandten unterkamen. Der Lebensraum der Kinder in ländlichen Gegenden erstreckte sich in der Natur über Wald und Fluß, im Ort über Schuppen und Häuserruinen. In jedem Winkel lauerte ein Abenteuer. Aus den vielfältigen Ereignissen in Mark Twains Erzählungen wurden die passendsten Motive ausgewählt und ganz im Geiste des Originals in eine neue Geschichte integriert.
Das Subgenre des in bayerischem Dialekt gesprochenen Kinder- und Jugendfilms ist erst in den letzten Jahren als regionale Varietät entstanden. Daher ist man bei der Besetzung der Kinderrollen auf Laiendarsteller angewiesen, was gar nicht das Schlechteste ist. Ausgewählt wurden mit Benedikt Weber und Xaver-Maria Brenner zwei Jungen, die beim Casting das beste Naturtalent für die Rollen von Tom und Hacke zeigten. Durch die Zwanglosigkeit ihres intuitiven Schauspiels und vor allem die Urwüchsigkeit der Sprache machen die beiden glänzenden Darsteller aus "Tom und Hacke" den schönsten Jungsfilm, den Deutschland seit vielen Jahren gesehen hat.
Daß Tom heimlich ein Auge die Mitschülerin Birgit geworfen hat, wird eher nur angedeutet. Die Mädchenfigur bleibt als solche im Hintergrund. Beim gefährlichen Showdown hat sie eine wichtigere Herausforderung zu bestehen, als zu flirten und zu zicken.
Das Leitthema der Geschichte ist das einer starken Freundschaft. Hacke nimmt es seinem besten Freund übel, daß er den Schwur bricht, um einen Unschuldigen vor Strafe zu bewahren. Bei allen Abenteuern und Flegeleien ist Tom von einer gesunden Portion Realismus geleitet. Stehlen darf man nicht, aber verhungern darf man, kritisiert Tom die aus allen Fugen geratene Rechtsordnung der Nachkriegsjahre. Jeder muß in dieser Zeit von Not und Unsicherheit selbst sehen, wo er bleibt. Sich Überlebenswichtiges für den Eigenbedarf zu nehmen, das ist legitim, bedeutet aber nicht die Aufhebung jeglicher Moral. Hackes Toleranzgrenze ist weiter angelegt. Ihn kümmert es nicht, daß der unschuldige Säufer Muffler anstelle des Mörders Joe im Gefängnis sitzt. Schließlich muß Hacke einiges mehr riskieren, um allein zu überleben. Über diese Differenz kommt es zum Streit zwischen den Freunden. Am Ende aber halten sie doch auf geradezu traumhafte Weise zusammen. (Pino DiNocchio)

 


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