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Pinocchio (2013) - [DE] DVD

Pinocchio (2013) - [DE] DVD
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Art.Nr.: 698669
Pinocchio (2013) - [DE] DVD

698669 DE
Tonspur: Deutsch
Untertitel: keine
Länge: 180 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Making of
- minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt

 

Originaltitel: Pinocchio
Filmlänge: 165 Min. ohne Vor- und Abspann
Regie: Anna Justice
Musik:  
Darsteller: Mario Adorf, Benjamin Sadler, Inka Friedrich, Ulrich Tukur, Robert Beyer, Sandra Hüller, Florian Lukas, Arved Friese, Nicolais Borger, Valentino Fortuzzi, Ben Unterkofler, Michelangelo Fortuzzi, Aaron Kissiov
  Deutschland 2013


PINOCCHIO (2013)

Tischler Antonio hat genug von dem eigentümlichen Stück Holz, welches sich von alleine bewegt und seine Werkstatt verwüstet. Entnervt überläßt er den Pinienast seinem verarmten Konkurrenten Gepetto als Brennholz. Der Spielzeugmacher fertigt daraus eine Holzpuppe, die über Nacht lebendig wird. Die Puppe ist ein kleiner Junge, und so hat Gepetto ganz unerwartet den Sohn, den er sich immer gewünscht hatte. Pinocchio soll er heißen.
Sogleich beginnt die Holzfigur die Welt zu erkunden. In seiner Unwissenheit richtet Pinocchio allerlei Unheil an und macht seinem Papa viel Kummer. Im Dorf freundet er sich mit Sophie und Luca an, den Kindern des Olivenbauern. Die anderen Jungen jedoch verspotten den Holzkopf. Pinocchio schwänzt die Schule und geht lieber ins Puppentheater, das im Ort gastiert. Er wird vom Theater verschleppt, kommt wieder frei, geht den Ganoven Katze und Füchsin auf den Leim. Wie er wieder zurück nach Hause laufen will, begegnet Pinocchio auf der Landstraße den Kindern aus dem Dorf. Die sind zusammen auf der Reise ins Wunderland. Pinocchio schließt sich ihnen an. Freilich werden die Kinder allesamt Opfer eines Betrügers. Sie werden in Esel verwandelt und an den Zirkus verkauft. Auf wundersame Weise erlangt Pinocchio seine Puppengestalt wieder. Zuletzt begibt er sich auf dem Meer auf die Suche nach seinem Papa, der seinerseits auf der Suche nach seinem Sohn auf das Wasser gefahren war und im Bauch eines Wals gelandet ist...

Es war einmal ein Holzknüppel, aus dem wurde aber in dieser Geschichte kein Junge, sondern ein Prügelinstrument für die Hintern der Produzenten dieses Films!
Es geht nichts über die italienische Verfilmung von 1972 mit dem niedlichen Andrea Balestri als menschlichen Pinocchio - wo übrigens auch Mario Adorf eine Nebenrolle hatte. Dieser wunderschönen werkgetreuen Umsetzung wollen so viele moderne Interpretationen des Stoffs nicht folgen. Die als TV-Zweiteiler für Weihnachten 2013 in Deutschland produzierte Fassung macht aus der Holzmarionette eine computeranimierte Figur mit anatomisch überdimensioniertem Riesenschädel. Die Kreatur sieht überaus häßlich und blöde aus.
"Man kann den Kindern heute nicht mit einer holzgeschnitzten Kasperfigur kommen. Man muß ihnen schon das anbieten, was sie in ihren Sehgewohnheiten kennen." Mit dieser Aussage begründet Produzent Michael Smeaton seine Entscheidung, Pinocchio als alberne Disneyfigur darzustellen. Wenn man keine hölzerne Gliederpuppe zeigen möchte, weshalb macht man dann überhaupt einen Film darüber? Als würde man einen Fisch in der Wüste filmen, weil man kein Wasser zeigen will. Nicht die digitale Technik ist hier das Problem, sondern der Stil. Obwohl es sehr gut möglich wäre, mit CGI eine fotorealistische Holzmarionette zu erschaffen, hat man den Pinocchio als eine dieser modischen Comicfiguren gestaltet, die völlig unförmige, unnatürliche Körperproportionen haben.
Aus der Grille Pepe wurde ein gleichfalls komisch deformiertes, verkitschtes Weibchen namens Coco gemacht. Auch den Fuchs hat man zur Frau gemacht. Und das erste Kind, das Pinocchio auf der Straße trifft, ist das Mädchen Sophie. Diese ideologisch motivierte Verweiblichung klassischer Literaturwerke gehört schon jetzt auf den Müllhaufen der Geschichte.
Die eigentliche sozialkritische Essenz des Romans Pinocchio ist bei dieser Filmversion völlig übergangen worden. So ein armer Schlucker kann Gepetto nicht sein, wenn er einen so großen Hund halten und durchfüttern kann. Die ganze Handlung ist stark gerafft, viele maßgebliche Episoden in Pinocchios Abenteuer fehlen. Dafür werden total unwichtige Nebenfiguren und kleine Subplots aufgebauscht, die nichts zur Erzählung beitragen, sondern mehr wieder die Klischees der heutigen Sehgewohnheiten bedienen. Daß Pinocchios Nase beim Lügen lang wird, bleibt auch nur ein Nebengag, den kein Mensch in seiner Umgebung überhaupt so richtig bemerkt. Das wesentliche Element in der Natur von Pinocchio wird in dieser Inszenierung einfach beiseite gekippt.
Die Figur der Fee, die Pinocchio mehrfach in einen echten Menschenjungen verwandelt und ihn jeweils als Strafe für sein böses Benehmen wieder zur Holzpuppe macht, kommt so gut wie gar nicht zur Geltung. So spart man sich eine zusätzliche Kinderrolle ein. Daß genau dies die wichtigste Rolle überhaupt gewesen wäre, da pfeift doch der Hund drauf. Den menschlichen Pinocchio gibt es erst im Schlußbild. Auch die anderen Jungen haben kaum mehr als Statistenrollen. Man möchte nur die Augen schließen und wie bei einem Hörspiel der Stimme des jungen Synchronsprechers Moritz Russ lauschen, der das computeranimierte Geschöpf Pinocchio wirklich sehr lebendig und charakterstark zum Sprechen bringt. (Pino DiNocchio)

 


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