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Destruction Of Silence - [DE] DVD

Destruction Of Silence - [DE] DVD
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Art.Nr.: 691679
Destruction Of Silence - [DE] DVD

691679 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch
Untertitel: D, E, TUR, RUS
Länge: 41 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Wendecover; Bonusfilm: "Zweimal über den Horizont" (ca. 17 Min.); Outtakes; Making of; Behind the scenes; Slideshow; Deleted Scenes; Funny outs

 

Originaltitel: Destruction of Silence
Filmlänge: 39 Min. ohne Abspann
Regie: Jakob Gisik
Musik: Florian Linckus
Darsteller: Rolf Schapals, David Gisik, Horst Janson, Alex Pape, Sarah Alles, Christian Gorgs
  Deutschland 2013


DESTRUCTION OF SILENCE

In den letzten Kriegstagen Ende April 1945 ist die US-Armee tief ins Innere des Deutschen Reichs vorgedrungen. Der blutjunge Soldat Jack Brown kommt an die vorrückende Front, die nur noch auf wenig Widerstand stößt. Von den Kameraden wird der unerfahrene Jack spöttisch behandelt. Das hilft ihm kaum dabei, seine Unsicherheit zu überwinden. Er fragt sich, was das alles noch soll. Der Krieg ist doch so gut wie zu Ende. Eine unheimliche Stille liegt über dem verlassenen Landstrich nahe Kassel.
Plötzlich erblickt Soldat Jack Brown ein Kind. Ganz allein und verlassen sitzt der kleine Junge zwischen den Büschen einer Waldlichtung. Jack ist wie verzaubert von dem jungen Wesen. Er tritt vorsichtig näher, teilt ein Stück Schokolade mit ihm, und der Junge schenkt dem fremden Soldaten ein Lächeln.
Dann bricht die Hölle los. Aus dem Hinterhalt feuern Soldaten der Wehrmacht mit Maschinengewehren. Nur Jack überlebt das Massaker. Die Deutschen lassen ihn laufen, weil er das Kind auf dem Arm hat. Mit dem geretteten Jungen irrt Jack durch die letzten desolaten Haufen der sich auslösenden deutschen Truppen, Ströme von Flüchtlingen und Verwundeten, bis er wieder auf Landleute trifft.
Der sechsjährige Deutsche Philipp Schmidt, der im Krieg seine Familie verloren hat, wird an der Seite des Amerikaners Jack ein neues Leben finden...

Die erste Hälfte des 40minütigen Kurzfilms zeigt nur die US-Soldaten, wie sie sich durch das Gelände pirschen. Kamera und Schnitt erzeugen dabei in Zusammenwirkung mit den düsteren Klängen des Soundtracks eine Spannung, wie sie typisch ist für atmosphärische Horrorfilme. In der Mitte des Films setzt mit dem Erscheinen des Jungen die Handlung ein. In der Rolle des Philipp blickt der kleine David Gisik aus einem ausgemergelten Gesichtchen, so ängstlich und flehend wie ein verwaistes Rehkitz, daß dem empathischen jungen Soldaten Jack der Atem stockt. Es ist ein magischer Augenblick. Das Kind spürt intuitiv, daß es diesem sanftmütigen Mann vertrauen kann. Wundervoll anrührende Szenen zwischen Jack und Philipp schießen weiße Löcher in das Grauen des Krieges, formulieren stillen Protest gegen das Töten.
Thema des Films ist die emotionale Verzweiflung des Soldaten Jack Brown, die sich mit dem Schicksal eines Kindes verbindet. Ganz verzichtet wird auf das in westlichen und vor allem in deutschen Filmen verbreitete Klischee, den 2. Weltkrieg auf die nationalsozialistische Judenverfolgung zu reduzieren. Es gibt kaum einen Weltkriegsfilm, in dem nicht ein jüdisches Schicksal die Handlung vereinnahmt. Es gebührt dem Autor und Regisseur Jakob Gisik Respekt dafür, daß er sich in "Destruction of Silence" von solch einseitiger Historiendarstellung fernhält und die deutsche Rezeptionsästhetik des 2. Weltkriegs ignoriert, indem er ein deutsches Kind in den Fokus stellt. Ein Kind des Kriegsgegners zu retten, das verhilft dem amerikanischen Soldaten erst zu wahrer Souveränität über das Feindbild.
Die Geschichte endet mit ihrem Anfang. Daß Jack den kleinen Philipp mit in die Vereinigten Staaten nimmt, wird nur in der Lebenserinnerung des greisen Philipp erwähnt, welche die Geschichte szenisch einrahmt. Eine längere Ausarbeitung der Handlung zwischen den zwei Hauptfiguren ließen entweder die Produktionsmittel nicht zu oder es war nie beabsichtigt. "Destruction of Silence" ist eine Amateurproduktion, die qualitativ aussieht wie großes Kino. Trotz der Verwendung einer Digitalkamera mit den damit verbundenen technischen Einschränkungen im natürlichen Farbverlauf gelang den Machern eine exzellente Bildqualität. Man kann kaum glauben, was bei gutem Willen und Einsatz von Sachkenntnis dann doch aus den gefühlskalten Digitalkameras rauszuholen ist.
Deutsche Kinos sind voll vom Kasperle-Theater bescheuerter Proll- und Beziehungskomödien, die mit Millionen Steuergeldern subventioniert werden, während die großen Talente des deutschen Films beim Publikum um Spenden betteln gehen, um ein paar tausend Euro zur Finanzierung zu sammeln, so wie hier Jakob Gisik mit einem großen Team von Enthusiasten sein Projekt realisierte. Solche Produktionsbedingungen sind beschämend für den Standort Deutschland. Es ist der mit mehreren Untertitelspuren, Wendecover und reichlich Bonusmaterial ausgestatteten DVD ein angemessener Verkaufserfolg zu wünschen. (Pino DiNocchio)

 


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