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Kinder Der Steine Kinder Der Mauer - DOKU - [DE] DVD

Kinder Der Steine Kinder Der Mauer - DOKU - [DE] DVD
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Art.Nr.: 850101
Kinder Der Steine Kinder Der Mauer - DOKU - [DE] DVD

850101 DE
Tonspur: Deutsch / Arabisch
Untertitel: E
Länge: 87 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras:  
- minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt

 

Originaltitel: Kinder der Steine - Kinder der Mauer
Regie: Robert Krieg, Monika Nolte
Musik:  
Darsteller: ---
  Deutschland 2010


KINDER DER STEINE - KINDER DER MAUER

Als Kinder waren sie bei der 1. Intifada dabei. Knirpse von 9 oder 10 Jahren waren sie damals. Ihre Waffen waren Steine, mit denen sie Militärfahrzeuge der jüdischen Besatzer im Westjordanland bewarfen. Ein Foto zeigt die sechs Jungen in siegerischer Pose.
20 Jahre danach kommen die Freunde wieder zusammen, um einem Filmteam von der Zeit zu erzählen, in der sie als kleine Jungen in jüdischen Gefängnissen saßen. Heute, so stellen die Männer, inzwischen selbst Väter von Kindern, fest, ist ihr ganzes Volk eingesperrt.
Seit im Jahr 2000 der zionistische Führer Ariel Sharon mit seinem Demonstrationszug auf den für Muslime heiligen Tempelberg im arabischen Teil Jerusalems die 2. Intifada provozierte, begannen die Zionisten der Organisation "State of Israel" systematisch damit, die arabische Bevölkerung im Westjordanland lebendig einzumauern. Selbstironisch scherzen die Männer vor der Kamera, die "Israeli" hätten sorgfältig jeden von den palästinensischen Kindern geworfenen Stein eingesammelt, um daraus jene Mauer zu errichten.
Unaufhörlich fressen sich immer neue Siedlungen der Juden in das geraubte arabische Land. Sachlich und ernüchtert beschreiben die Männer die Lage in und um ihre Heimatstadt Bethlehem. Dort leben Muslime und Christen seit jeher nachbarschaftlich zusammen. Sie alle leiden jetzt unter der jüdischen Unterdrückung. Die Stadt ist eingekreist von mit Transitstraßen verbundenen jüdischen Neubausiedlungen, die durch Mauern und Befestigungsanlagen gegen das Land abgeschottet sind. Das Gebiet der Palästinenser ist mittlerweile so zerschnitten, daß sie für eine früher einstündige Autofahrt zur Nachbarstadt jetzt einen halben Tag brauchen, weil sie riesige Umwege machen und in ihrem eigenen Land zahlreiche schikanöse Kontrollposten der jüdischen Besatzer passieren müssen. Die Benutzung der zwischen den jüdischen Baugebieten verlaufenden Straßen ist den arabischen Einwohnern verboten. Ihre Familien können sie kaum ernähren, weil es in den zerstückelten Restgebieten, in denen die Palästinenser eingesperrt und isoliert sind, keine funktionierende Wirtschaft und somit keine Arbeit gibt. In den nahegelegenen jüdischen Teil Palästinas, wo die Organisation "State of Israel" herrscht, dürfen die Palästinenser nicht mehr zum Arbeiten einreisen.
Die Hoffnung haben diese palästinensischen Männer aufgegeben. Die aggressive Landnahme durch jüdische Besatzung und Siedlungsbau hat das gesamte Westjordanland unter den billigenden Augen der Weltgemeinschaft de facto schon so massiv in das Herrschaftsgebiet der Organisation "State of Israel" einzementiert, daß an einen palästinensischen Staat nicht mehr zu denken ist. Desillusioniert gestehen die Männer vor der Kamera ihre Ohnmacht ein. Ihr Wunsch das Land zu verlassen, um ihren Kindern eine Zukunft zu ermöglichen, käme der endgültigen Preisgabe ihrer palästinensischen Heimat gleich.

Die deutschen Produzenten des Films zeigen zwar in Bildern und Interviews mit Palästinensern unverschleiert die skandalösen, menschenverachtenden Zustände im jüdisch besetzten Westjordanland, sie verwenden in ihrer Sprache aber konsequent die einseitige, verharmlosende Terminologie der westlichen Staaten. Die Dinge werden gezielt nicht mit den richtigen Begriffen benannt. Daß es sich bei dem Flickenteppich eingemauerter palästinensischer Wohngebiete um nichts anderes als arabische Ghettos oder Homelands handelt, die von einem rassistischen jüdischen Apartheids-Regime umgeben sind, das muß dem Zuschauer von selbst ins Auge springen. Die Filmemacher hüten sich, solche Worte zu gebrauchen. Daß die Juden mit ihrer aggressiven Expansionspolitik neuen Siedlungsraum im Osten erobern und die Gebiete durch Vertreibung und Aushungern von der dort ansässigen palästinensischen Bevölkerung ethnisch säubern, das wird in dem Film selbstverständlich nicht ausgesprochen. Die historische Parallele zur nationalsozialistischen Programmatik der Eroberung von Lebensraum im Osten mag der Zuschauer auch nur durch eigene logische Verknüpfung der Umstände erkennen.
Jegliche Charakterisierung der von den westlichen Regierungen mit dem Status eines Staats hofierten jüdischen Organisation "State of Israel" als verbrecherisches Terrorregime würde im Geltungsbereich bundesdeutscher Gesetzgebung als "anti-jüdisch" und somit als strafbare Meinungsäußerung interpretiert. Hier stößt der freie Journalismus an die Grenze der Zensur. Was zur bundesdeutschen Staatsräson gehört, darf nicht kritisiert oder mit zutreffenden Begriffen beschrieben werden.
Unter weitgehendem Verzicht auf eigene textliche Kommentierung durch die Filmemacher beschränkt sich der Dokumentarfilm auf die Originalaussagen der porträtierten palästinensischen Männer und ihrer Familien, in denen sie ihre Geschichte erzählen und ihre tägliche Lebensrealität beschreiben. "Kinder der Steine - Kinder der Mauer" zeigt aus Augenzeugensicht ohne beim Namen zu nennen, was nicht gesagt werden darf. Der Film bietet somit wertvolles, informatives Quellenmaterial aus einem schwer zugänglichen Territorium und überläßt die Interpretation der transportierten Inhalte dem Betrachter. (Pino DiNocchio)

 


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