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Apocalypto - [DE] BLU-RAY maya

Apocalypto - [DE] BLU-RAY maya
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Art.Nr.: 766182
Apocalypto - [DE] BLU-RAY maya

766182 DE
Tonspur: Maya
Untertitel: D
Länge: 138 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras: Audiokommentar von Mel Gibson & Farhad Safinia, Making Of "Apocalypto" - Becoming Mayan
- minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt

 

Originaltitel: Apocalypto
Regie: Mel Gibson
Musik: James Horner
Darsteller: Rudy Youngblood, Morris Birdyellowhead, Dalia Hernandez, Carlos Emelio Baez, Mayra Serbulo, Gerardo Taracena, Raoul Trujillo, Jonathan Brewer
  USA 2006


APOCALYPTO

Im Zeitalter der Maya ist die Halbinsel Yucatan im heutigen Mexiko mit tropischem Regenwald bedeckt. Der Jäger Pranke des Jaguars ist mit seinem Vater Blitzender Himmel und anderen Männern des Stamms auf der Jagd nach einem Tapir. Die Urwaldindianer sind rauhe Gesellen. Wie wilde Raubtiere zerfetzen sie ihre Beute, entreißen dem Opfer die verschiedenen Organe und verteilen sie unter sich, um sie roh zu fressen.
Doch diese primitiven Menschen haben schon ausgeprägte soziale Beziehungen. Ihr von Geisterglauben dominiertes Gemeinschaftsleben ist fröhlich und friedlich. Sie haben eine besonders starke emotionale Bindung in ihren Familien.
Ein fremder Clan wandert eines Tages durch den Wald. Ihr Land wurde verwüstet, berichten sie furchterfüllt. Sie dürfen durchziehen. Pranke des Jaguars hat einen schlimmen Traum der Vorhersehung. Schon ist es zu spät. Das Dorf wird im Schlaf überfallen von einem kriegerischen Stamm. Es ist ein grauenhaftes Gemetzel. Die überlebenden Erwachsenen werden gefangen und verschleppt. Die Kinder werden hilflos allein zurückgelassen, sie sind für die Menschenräuber nicht von Nutzen.
Pranke des Jaguars versteckt seine schwangere Frau und seinen kleinen Sohn Schnelle Schildkröte in einer tiefen Felsgrube. Seinem Vater wird vor seinen Augen die Kehle aufgeschlitzt. Pranke des Jaguars wird zusammen mit den anderen Männern auf einem beschwerlichen Marsch in die Stadt der Maya gebracht. Tausende von Sklaven schuften hier am Bau gewaltiger Steinpyramiden. Der Herrscher läßt sich vom Volk als Gott anpreisen. Die neuen Gefangenen werden als Opfergabe in einem öffentlichen Ritual geschlachtet. Eine plötzlich eintretende Sonnenfinsternis gebietet der blutigen Zeremonie Einhalt. Die Götter sind befriedigt.
Pranke des Jaguars entgeht dadurch der Tötung. Er wird am Stadtrand freigelassen, damit Mayakrieger eine Jagd auf ihn veranstalten können. Es ist für sie ein Sport, die übriggebliebenen Opfermenschen durch den Dschungel zu hetzen und sie zu erlegen. In seinem Wald ist Pranke des Jaguars den Verfolgern überlegen. Er hat den Heimvorteil, er kennt alle Tricks. Er bewegt sich flink wie ein Tier und lockt die Jäger in tödliche Fallen. Er muß ihnen entkommen und seine Familie rechtzeitig finden, bevor sie in dem Erdloch verenden...

Mit seiner grausamen Darstellung vom tödlichen Martyrium des sagenumwobenen Predigers Jesus von Nazareth in seiner ersten Regierarbeit "The Passion Of The Christ" hatte der australische Schauspieler Mel Gibson die christliche Welt schockiert. In "Apocalypto" inszeniert Gibson erneut ein antikes Blutbad von animalischer Brutalität. Zwar wird in der eindringlichen Geschichte um den Protagonisten deutlich gezeigt, daß diese Menschen Gefühle besitzen, doch muß man hier klar von einer Menschenkultur im präzivilisatorischen Stadium sprechen. Die Maya verfügten über erstaunliches technisches Wissen, aber ein Bewußtsein für den individuellen Wert eines Menschenlebens besaßen sie offensichtlich nicht. In ihrem sozialen Verhalten standen sie auf einer Stufe mit den Tieren. Die rituelle Schlachtung von Artgenossen und die Verwendung von Gefangenen als Jagdbeute läßt diese Primaten eher als Vormenschen erscheinen, deren Evolution in eine Sackgasse geraten war. Das Reich der Maya mit den imposanten Bauwerken gründete sich auf selbstzerstörerische Säulen wie Sklaverei, Ausbeutung und religiöse Perversion.
"Apocalypto" bietet grausame Spannung und pure Adrenalinschocks. Sauber gefilmte Bilder zeigen das ganze Geschehen in klarem Licht. Gibson widersetzt sich mit der Entscheidung für einen optisch natürlichen Realfilm dem zeitgenössischen Trend der Filmindustrie, nur noch stark effektverfremdete, abgedunkelte Streifen ins Kino zu bringen. Das Historienspektakel aus der Zeit der Maya hat durch die dialogarme, auf die kraftvolle Wirkung der Bilder konzentrierte Gestaltung halbdokumentarische Züge. Der Film funktioniert ohne viele Worte. Gesprochen wird in der Originalsprache der Maya. In aller Konsequenz ist dieses großartige Filmwerk nicht für das Popcorn-Publikum gemacht. Das Ende der höllischen Jagd verbindet einen makaberen Schlußgag mit dem - vorläufigen - Happy End für Pranke des Jaguars und seine Familie. (Pino DiNocchio)

 


© 1999-2018 by TAMINGO Media Publishing

Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

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