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Whale Rider - [DE] BLU-RAY

Whale Rider - [DE] BLU-RAY
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Art.Nr.: 743455
Whale Rider - [DE] BLU-RAY

743455 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch / Englisch
Untertitel: D
Länge: 101 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Wendecover, Audiokommentar, geschnittene Szenen, behind the Scenes

 

Originaltitel: Whale Rider
Filmlänge: DVD 94 Min. / BD 97 Min. ohne Abspann
Regie: Niki Caro
Musik: Lisa Gerrard
Darsteller: Keisha Castle-Hughes, Rawiri Paratene, Vicky Haughton, Cliff Curtis, Mana Taumaunu, Grant Roa
  Neuseeland 2002

WHALE RIDER

Ein großes Unglück ereilt die Familie des Maori-Häuptlings Koro. Der ersehnte erste Enkelsohn stirbt bei der Geburt. Seine Zwillingsschwester überlebt. Mit einem Mädchen kann Koro nichts anfangen. Er lehnt das Kind entschieden ab.
Die Legende erzählt, die Maori seien einst auf dem Rücken eines Wals aus Hawaiki in jenes Land gekommen, wo sie jetzt wohnen, und das seit der Entdeckung durch die Europäer Neuseeland genannt wird.
In jedem Stamm überträgt der Häuptling seine Position auf seinen erstgeborenen Sohn. Koros ältester Sohn Porourangi wollte lieber Künstler als Krieger werden. Porourangi enttäuschte seinen Vater. Nun enttäuscht er ihn ein weiteres Mal, weil er keinen männlichen Nachkommen bringt. Da auch seine Frau bei der Niederkunft gestorben ist, verläßt Porourangi aus Gram seine Heimat und geht nach Europa, nicht ohne Koro abermals zu erzürnen, indem er dem neugeborenen Mädchen den heiligen Namen des Walreiters gibt: Paikea.
Paikea wächst bei den Großeltern auf. Obwohl Koro gut zu ihr ist und sie den Großvater liebt, spürt Pai sehr deutlich seine innere Abneigung, ja gar tiefe Verachtung ihr gegenüber, nur weil sie nicht als Junge zur Welt kam. Pai ist zwölf Jahre alt, als Koros Hoffnung sich zerschlägt, jemals einen eigenen Enkelsohn zu bekommen. Der alte Mann muß sich nach einer Alternative für die zukünftige Führung des Clans umsehen. Koro richtet eine Schule ein, um alle erstgeborenen Knaben des Dorfs in den alten Bräuchen zu unterrichten. Gesang, Kriegstanz und Kampfeskunst gehören dazu.
Pai bleibt ausgeschlossen. Kein Mädchen darf bei dem Training mitmachen. Deshalb spickt sie von draußen durch die Fenster und übt heimlich mit dem Taiaha, dem heiligen Kampfstock der Maori. Unterstützung erhält sie von ihrem Onkel Rawiri und auch von einem gleichaltrigen Jungen, der sie ganz gern hat. Hemi ist traurig und wütend, weil sein Vater sich nur mit seinen Saufkumpels herumtreibt und nie Zeit für ihn hat. Aus Trotz hilft er Pai. Für das ungehorsame Verhalten wird Hemi bestraft, indem Koro ihn von der Suche und der Prüfung für die Auswahl des künftigen Häuptlings ausschließt. Das alles spielt aber am Ende keine Rolle mehr. Denn ein Naturereignis verändert alles. Die Legende der Maori schreibt sich selbst fort...

"Whale Rider" ist eine dramatisch-poetische Hymne an die Kultur der Maori in einer Zeitenwende. Die moderne Welt ist im Begriff, die Tradition der Maori auszulöschen. Der existentielle Umbruch verändert das Leben der Maori für immer. Die polynesischen Ureinwohner sind in Neuseeland an die westliche Lebensweise assimiliert. Sie sind entweder in die Gesellschaft integriert, oder aber sie stehen als Gescheiterte am Rand der Gesellschaft. Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, Verelendung sind die direkten Folgen der Entwurzelung. Letztere Zustände sind nicht das Thema bei "Whale Rider". Vielmehr zeigt der Film die mystische Seite des Konflikts zwischen Moderne und Tradition. Die Identitätskrise kulminiert in der Figur des alten Koro. Er kämpft verbittert gegen den Untergang. Er weiß, daß er das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen kann. Doch Koro möchte, daß die Kinder seines Volkes ihre Kultur nicht ganz vergessen. Seine Enkeltochter erzieht er im Geiste der Genealogie, und dazu gehört auch die strikt auf traditionell überliefertem Erfahrungswissen basierende Betrachtungsweise der Dinge.
Bei aller Verklärung der Maori-Kultur sollte nicht in Vergessenheit geraten, daß diese ersten menschlichen Besiedler Neuseelands mit ihrer rücksichtslosen Plünderei etliche der endemischen Tierarten ausrotteten.
Regisseurin Niki Caro besetzte praktisch das ganze Projekt mit Laiendarstellern aus der Maori Community. Die junge Keisha Castle-Hughes verzaubert mit ihrer klugen, tiefgründigen Darstellung des Mädchens Paikea. Mana Taumaunu spielt den Jungen Hemi.
Der ruhige Ambient Soundtrack von der australischen Musikerin Lisa Gerrard liegt wie ein mystischer Schleier über dem Film "Whale Rider". Schwebende, neblige Sphärenklänge mit starker Assoziation zum Wasser begleiten die Geschichte des Maori Mädchens, das von seiner Familie abgewiesen wird, weil die Tradition einen Jungen als erstgeborenen Erben verlangt. Ruhige, geradezu stehende Soundflächen. aber auch schwermütige Phrasen spiegeln große Einsamkeit und Verlorenheit. Nur an wenigen Stellen kommt Lisas Stimme mit ihrer typischen, noch von ihrer früheren Band "Dead Can Dance" her bekannten melancholischen Melodieführung, eher nur wie ein Hintergrundinstrument zum Einsatz, wie in "Pai Calls the Whale" und "Empty Water", während in den beiden letzten Cues Maori-Gesänge sich über die elektronischen Streicherflächen legen. "Whale Rider" ist Kinomagie am Schnittpunkt von Alter und Neuer Welt. (Pino DiNocchio)

 


© 1999-2018 by TAMINGO Media Publishing

Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

Whale Rider - [DE] DVD

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