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Blue Jeans - Du Beurre Aux Allemands - [DE] DVD französisch

Blue Jeans - Du Beurre Aux Allemands - [DE] DVD französisch
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Art.Nr.: 618334
Blue Jeans - Du Beurre Aux Allemands - [DE] DVD französisch

618334 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Französisch
Untertitel: D
Länge: 73 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.66
Extras: Wendecover

 

Originaltitel: Blue jeans - Du beurre aux Allemands
Regie: Hugues Burin des Roziers
Musik:  
Darsteller: Gilles Budin, Michel Gibet, Pierre Marichal, Daniel Véry, Thierry Dolon, Jérôme Cadiou, Eric Noël, Eric Bourcier, Pierre Bident, Gabriel Cattand, Gérard Croce
  Frankreich 1977


BLUE JEANS - DU BEURRE AUX ALLEMANDS

aka: Erste Versuchungen

Sprachreisen sind für Gymnasiasten aus der Mittelschicht in den späten 1970er Jahren das ganz große Ding. Wer es sich leisten kann, läßt seine Kinder in den Schulferien nach England fahren. Geboten wird den Jugendlichen eine pädagogisch betreute Gruppenreise mit Unterbringung in Gastfamilien, Sprachunterricht, Freizeitprogramm. Ohne Eltern, nur unter Gleichaltrigen, weit weg in einem fremden Land, das bietet den pubertierenden Teenagern einen kostbaren Freiraum, um sich für einige unbeobachtete Wochen selbstbestimmt und ungeheuer erwachsen zu fühlen.
Der 13 Jahre junge Franzose Julien Morin ist eher einer von den stilleren Jungs. Um so mehr Eindruck macht es bei seinen angeberischen Kameraden, daß ausgerechnet er gleich am ersten Abend in dem englischen Seebad ein einheimisches Mädchen kennenlernt. Janet wird Juliens erste Liebe. Das Glück dauert nur kurz. Janet nimmt es nicht so ernst. Sie versetzt Julien und stellt ihm dann auch noch ganz ungeniert ihren neuen Freund vor. Jean-Pierre aus einer anderen französischen Schülergruppe ist vielleicht ein Jahr älter und ein total cooler Typ. Julien ist fasziniert von diesem lässigen Jungen.
Janet ist augenblicklich vergessen. Die Frage: "was hat er, was ich nicht habe?" treibt Julien in eine leidenschaftliche Schwärmerei für Jean-Pierre. Die beiden Jungs verstehen sich blendend, werden beste Freunde, sondern sich auffällig von den in ihren Augen plötzlich so unreif wirkenden Kids ab. Das gibt schnell Gerede. Julien wird mit bösartigen Lästereien traktiert und als "Homo" beschimpft. Dann wird er auch noch von Jean-Pierre übelst abserviert, der sich keime schwulen Ambitionen nachsagen lassen will.
Der ganze Zauber dieser Ferien ist mit einem Schlag verschwunden. Julien versteht das alles nicht. Wie sollte er auch? Es ist das Jahr 1977. Wer damals als 13jähriger so eine Jugendreise nach England mitgemacht hat, wird in dem Spielfilm kein nachgestelltes, sondern ein echtes Zeitzeugnis von hundertprozentiger Authentizität erkennen. Die hautengen Klamotten, die damals in England typischen Hallen mit Spielautomaten, das ist alles total so gewesen.
Die Teenies nutzen jeden Augenblick ihrer Freiheit, üben sich in Flegeleien und testen Grenzen aus, versuchen sich an Verbotenem aus der Welt der Erwachsenen. Die Jungs drängt es, sich in der Gruppe mit ihrem Halbwissen über Sexualität und mit ihren ersten, zumeist mehr ihrer Fantasie entspringenden Erfahrungen zu profilieren. Nur eines ging zu jener Zeit noch gar nicht: sich als Junge in einen Jungen zu verlieben. Mit solchen Gefühlen blieben Heranwachsende allein.
"Blue Jeans" läßt offen, welche sexuelle Präferenz der 13jährige Julien hat. Der Film zeigt ihn in der Selbstfindungsphase. Da orientiert sich die Suche nach einer Definition des eigenen Persönlichkeitsstils stark an gleichaltrigen Vorbildern. Gerade wenn man in den Sozialkontakten eher im Abseits steht, richtet sich der Blick sehnsuchtsvoll auf jene Kids, die beliebt und erfolgreich sind. Ist die leidenschaftliche Bewunderung nun Liebe oder nur der Wunsch selbst so zu sein wie der andere coole Typ? Das ist ein entwicklungspsychologischer Kernprozeß in der Adoleszenz. Kaum ein anderer Film zeigt die Gefühlswelt eines Jungen in den späten 1970er Jahren so hautnah.
Der französische Beititel "Du beurre aux Allemands" - "Butter für die Deutschen" - ist ein Running Gag. Die Jungs necken sich gegenseitig mit der Schande, ihre Mütter - dem Jahrgang nach müßten es eher die Großmütter gewesen sein - hätten im Krieg die deutschen Besatzer mit Lebensmitteln unterstützt. (Pino DiNocchio)

 


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