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Unbedingter Gehorsam - [Obediencia Perfecta] - [DE] DVD spanisch

Unbedingter Gehorsam - [Obediencia Perfecta] - [DE] DVD spanisch
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Art.Nr.: 655794
Unbedingter Gehorsam - [Obediencia Perfecta] - [DE] DVD spanisch

655794 DE
Tonspur: Spanisch
Untertitel: D
Länge: 99 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras:  
- minus - Covermotiv mit Zensurzeichen überdruckt

 

Originaltitel: Obediencia perfecta
Filmlänge: DVD 88 Min. ohne Abspann
Regie: Luis Urquiza
Musik:  
Darsteller: Juan Manuel Bernal, Sebastián Aguirre, Alejandro de Hoyos, Juan Ignacio Aranda, Luis Ernesto Franco, Miguel Angel Loyo, David López, Ramón Colmenares
  Mexiko 2014


UNBEDINGTER GEHORSAM - Obediencia perfecta

Benimm dich; tu alles, was man dir sagt. Mit diesen Worten verabschiedet der Vater seinen Sohn in das katholische Knabenseminar. Julian wird nicht gefragt, ob er das verspielte Leben mit seinen Geschwistern im behüteten Elternhaus mitten im saftigen Grün der Natur eintauschen möchte gegen die Kasernierung in der hierarchischen Paukordnung einer muffigen Priesterschule. Die Familie hat ihn dazu bestimmt, weil es ihr zur Ehre gereicht, wenn sie eines ihrer Kinder der Kirche schenkt.
Es dauert nicht lange, bis der leitende Padre Angel de la Cruz den stillen 13jährigen Jungen auserwählt, zu ihm in seine Dienstwohnung zu ziehen. Julian ist froh, der Schikane der Mitschüler und dem Schlafsaal ohne Privatsphäre zu entkommen. Angel tauft den Jungen auf einen neuen Namen. Sacramento, so heißt er nun, soll seine bisherige Identität hinter sich lassen und fortan ganz dem Padre untertan sein. Für die Privilegien dient Julian seinem Herren in guten wie in schlechten Zeiten.
Von Beginn an sind die Fronten klar verteilt. Padre Angel sinnt in der Gegenwart von Julian mit jedem noch so mikroskopischen Muskelzucken auf wollüstiges Verlangen. Julian versteinert bei jeder ihm unangenehmen Situation in einer Angststarre voller Widerwillen.

Luis Urquiza in seiner ersten Regiearbeit für einen Kinofilm holte vor allem aus dem jungen Schauspieler Sebastian Aguirre eine eindrucksvolle Performance heraus, obwohl er auf explizite Szenen gänzlich verzichtete. Diese Zaghaftigkeit aus Gründen des zeitpolitischen Korrektheitsgeistes schmälert die Sprengkraft des Films nicht unerheblich. Ein unangenehmes Thema ins Kino zu bringen erfordert auch den Mut, unverschleierte Bilder zu zeigen.
Es ist nichts Verwerfliches daran, einen Knaben zu begehren. Es ist verwerflich, an einem Knaben gegen dessen Willen Handlungen mit sexueller Intention vorzunehmen. Angel begegnet dem moralischen Tabu mit einer ungeheuerlichen Gedankenkonstruktion. Der ganze höllische Abgrund der Religion tut sich hier auf, wo der Mißbrauch zum Gegenstand des Glaubens wird. Angel will seine speziellen Zöglinge im Sinne der Lehre des Ignacio de Loyola, dem Mitbegründer des Jesuitenordens, zum bedingungslosen Glauben an Gott erziehen. Dazu bedarf es des von Loyola postulierten unbedingten Gehorsams, welcher in späteren Übersetzungen der Ordenssatzung mit dem Begriff "Kadavergehorsam" in den deutschen Sprachgebrauch einging. Diese Definition von Gottesglauben offenbart schon viel vom wahren Charakter der monotheistischen Religionen. Die totale Unterwerfung bis zur Selbstaufgabe wird von Angel letztlich dazu herangezogen, von Julian wie auch von dessen Vorgänger und Nachfolger sexuelle Gefügigkeit ihm gegenüber zu verlangen. Die katholische Kirche mit ihrer absolutistischen Lehre wider das freie Denken ist das perfekte Vehikel, um die ihren Institutionen ausgelieferten Kinder und Jugendlichen auf so perfide Weise zu manipulieren. Die Figur des Padre Angel ist bis ins Absurde psychotisch. Unter dem wohlwollenden Grinsen seiner eingeschworenen Betbrüder treibt dieser Scharlatan ungeschminkt sein Unwesen.
Vorlage für die in den 1960er Jahren angesiedelte Filmhandlung ist der Fall des mexikanischen Skandal-Priesters Marcial Maciel Degollado, dem jahrelanger Mißbrauch von Seminarschülern sowie Vaterschaften angelastet wurden. Der Vatikan schickte ihn nach internen Untersuchungen in hohem Alter in den Ruhestand, ohne ihm den Prozeß zu machen. (Pino DiNocchio)

 


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