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Blutgeld - [DE] DVD

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Art.Nr.: 677069
Blutgeld - [DE] DVD

677069 DE- mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch
Untertitel: keine
Länge: 90 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Wendecover

 

Originaltitel: Blutgeld
Regie: René Heisig
Musik:  
Darsteller: Max Riemelt, David Rott, Fabian Busch, Lavinia Wilson, Charlotte Schwab, Rudolf Kowalski, Jule Ronstedt, Heikko Deutschmann, Robert Dölle, Jürgen Tarrach, Heio von Stetten, Mika Seidel, Max Boekhoff, Thilo Berndt, David Nolden
  Deutschland 2013


BLUTGELD

Die drei Söhne der Familie Seifert sind mit der erblichen Bluterkrankheit geboren. Die Brüder müssen beim Spielen jede Verletzung vermeiden. Ihrem Blut fehlt das Gerinnungsenzym. Schon bei der kleinsten Wunde könnten sie verbluten, wenn nicht schnell eine Versorgung mit einem Spezialmedikament erfolgt. Die Mutter lebt in ständiger Angst. Professor Schubert stellt der Familie 1972 ein neues Medikament vor. Das Präparat Faktor VIII soll den Jungs ein ganz normales Leben ermöglichen. Wenn es täglich gespritzt wird, sorgt es dafür, daß das Blut gerinnungsfähig bleibt. Es ist für Thomas, Stefan und Ralf fast wie ein zweites Leben. Endlich können die Jungen ohne übertriebene Vorsicht spielen, toben, radfahren so wie alle anderen Kinder.
Zwölf Jahre später sind die Kinder zu jungen Männern geworden. Die Anwendung von Faktor VIII ist für sie Routine. Ein schockierender Befund rückt das Mittel 1984 plötzlich wieder in den Vordergrund. Stefan liegt mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Dabei wird in seinem Blut eine Infektion mit der kürzlich aus Amerika gekommenen neuen Krankheit Aids festgestellt. Sofort besteht der Verdacht, daß das Virus mit Faktor VIII übertragen wurde, da dieses aus Spenderblut hergestellt wird. Auch bei Thomas und Ralf wird das HIV Virus im Blut nachgewiesen.
Im Bundesgesundheitsamt ist man alarmiert über die auffallend gestiegene Zahl von Blutern, die mit HIV infiziert sind, obwohl sie nicht der dafür ermittelten Risikogruppe Homosexueller oder Drogenabhängiger angehören. Man glaubt zu jener Zeit noch, die Krankheit treffe nur Schwule und Junkies. Man weiß aber genau, daß Blutkonserven ein Übertragungsrisiko darstellen.
Die Strategen der Pharmaindustrie erpressen die Behörde, um ein sofortiges Verbot des gefährlichen Faktor VIII zu verhindern. Agenten des Herstellers überrumpeln die durch Faktor VIII mit HIV infizierten Bluter mit einer freiwilligen Entschädigungszahlung in geringer Höhe, worauf diese auf künftige Ansprüche verzichten müssen.
Stefan Seibert stirbt an der Lungenentzündung. Thomas und Ralf müssen jetzt mit der permanenten Angst leben, daß irgendwann bei ihnen die Erkrankung an Aids ausbricht, und daß sie ihre Familien und Freunde anstecken. Es kommt zum Streit zwischen den Brüdern. Sie gehen verschiedene Wege. Thomas versteckt sich, schweigt alles tot, um seine Familie und seine Krankengymnastikpraxis nicht in Gefahr zu bringen. Trotzdem kann er nicht lange geheim halten, daß er HIV positiv ist. Sein Sohn Tobias wird in der Schule ausgegrenzt, in der Praxis bleiben die Patienten aus.
Ralf will sich zur Wehr setzen. Er sucht nach Beweisen, um gegen die Blutmafia vorzugehen. Er kommt einem der größten Medizinskandale in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auf die Spur...

Der packende Mix aus Krimi und Familiendrama erinnert an ein schwarzes Kapitel deutscher Kapitalismusgeschichte, welches mehr als 1000 Blutern das Leben kostete. Der TV-Film mit fiktiven Personen beruht auf wahren Ereignissen. Die Aufdeckung des Skandals hatte in der Nachwirkung etliche Jahre später die Auflösung des Bundesgesundheitsamts zur Konsequenz. Keiner der Verantwortlichen, weder auf Behördenseite, noch auf Seiten von Pharmaindustrie und Medizinern, wurde juristisch zur Rechenschaft gezogen.
Für die Herstellung des Gerinnungsmittels Faktor VIII wurde menschliches Blutplasma verwendet, welches zum Großteil aus den USA eingeführt wurde. Die Blutkonserven stammten von Menschen aus Risikogruppen, die aus Armut ihr Blut für Geld verkaufen. Die Konserven waren nicht auf HIV getestet. Auch nach Bekanntwerden der Infektionen vertrieb der Hersteller in den 1980er Jahren mit zweifelhafter behördlicher Duldung weiterhin das Faktor VIII aus nicht getestetem Spenderblut, weil ein Test die Kosten erhöht und somit den satten Profit des Konzerns geschmälert hätte. Der menschenverachtende Zynismus, mit dem die skrupellosen Manager des Pharmaunternehmens ihre tödliche Geschäftemacherei rechtfertigen, ist einfach nur gruselig. (Pino DiNocchio)

 


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