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Tschick - [DE] BLU-RAY

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Art.Nr.: 740839
Tschick - [DE] BLU-RAY

740839 DE - mit Wendecover -
Tonspur: Deutsch
Untertitel: D, E
Länge: 93 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.85
Extras: Wendecover, Audiodeskription, Making of, Teamfilm, Musikvideo, Audiokommentar, Interviews, Deleted Scenes, Lesung : Wolfgang Herrndorf, Outtakes, Storyboards, Premierenclip

 

Originaltitel: Tschick
Filmlänge: BD 87 Min. ohne Abspann
Regie: Fatih Akin
Musik:  
Darsteller: Tristan Göbel, Anand Batbileg, Nicole Mercedes Müller, Uwe Bohm, Anja Schneider, Aniya Wendel
  Deutschland 2016


TSCHICK

Maik hat es erwischt. Die Hormone tanzen um das schönste Mädchen in der Klasse. So ein Psycho wie Maik ist der Letzte, den Tatjana zu ihrer Party einladen würde. Eigentlich der Vorletzte, denn noch weiter unten in der sozialen Verachtungsskala steht der Neue. Der Assi mit asiatischem Aussehen kommt von irgendwo aus der russischen Steppe, und sein Name ich so unaussprechlich, daß er sich, um es einfacher zu machen, "Tschick" nennt. Sogar Maik findet den Kerl abstoßend.
In Tschicks dominanter Lässigkeit manifestieren sich alle Sehnsüchte, die Maik in seinem frustrierten Inneren gefangen hält. Die zwei Außenseiter sind wie füreinander geschaffen. Unvermittelt kreuzt Tschick mit einem "geliehenen" Auto vor dem dekadenten Luxushaus in der grünen Wiese auf, wo Maik gerade über die Sommerferien mit seinen Computerballerspielen allein gelassen ist, weil der Sack von Vater mit seiner jungen Assistentin händchenhaltend auf Geschäftsreise gegangen und die alkoholkranke Mutter mal wieder zu Gast in der Entzugsklinik ist.
Das Leben ist zu kurz, als daß man lange darüber nachdenken dürfte, ob man etwas verpaßt, wenn man es nicht tut. Die beiden 14jährigen Jungen aus Berlin-Marzahn brettern mit dem kurzgeschlossenen Lada los - in die Walachei! So nimmt ein irrer Roadtrip seinen Weg. "Ich fahr doch jetzt nicht zurück", ist Tschicks trockener Kommentar bei jedem Hindernis...

Jugendliteratur ist ein schwieriges Terrain. Der Autor muß nicht nur den Zeitgeist treffen, sondern auch eine so authentische Geschichte erzählen, daß der Roman noch Generationen später funktioniert. Wolfgang Herrndorfs endlos abgefeierter, völlig überschätzter Jugendroman "Tschick" wird von der deutschen Kulturszene gern als lang ersehnter Beitrag zu einem in der nationalen Literatur schmerzlich vermißten Genre verstanden. Deutschland besitzt keine Tradition in der klassischen Jugendliteratur. "Tschick" ändert daran nichts. Es war sogar vierzig Jahre zuvor schon mal besser gegangen. Co-Drehbuchautor Hark Bohm schrieb als Regisseur 1976 mit dem Jugenddrama "Nordsee ist Mordsee" ein Stück Geschichte des deutschen Jugendfilms. Sein Sohn Uwe was damals der jugendliche Hauptdarsteller gewesen. In "Tschick" spielt er in der Nebenrolle den Vater von Maik.
Herrndorfs peinlicher Versuch, die Sprache von Mark Twains "Huckleberry Finn", Salingers "Catcher in the Rye" oder auch Nick McDonells "Twelve" zu imitieren, wird durch die Filmfassung zum Glück etwas abgemildert. Die Dialoge reproduzieren ein von Erwachsenen gebildetes Klischee zeitgenössischer, "politisch unkorrekter" Jugendsprache. In dem exzessiven Gebrauch des Begriffs "schwul" als negativ besetztes Schimpfwort für etwas, das vehement abgelehnt wird, erkennt sich das jugendliche Publikum der heutigen, zur reaktionären Rückentwicklung des Humanismus tendierenden Generation sicher schnell - ohne freilich die eigene Haltung zu reflektieren. Während McDonells Figuren im multitehnischen New Yorker Schmelztiegel das Wort "Nigger" im respektvollen Umgang miteinander freundschaftlich-ironisch benutzen, bleibt der "Schwuchtel" bei Herrndorf eindeutig ein Ausdruck von Homophobie. Daran ändert auch Tschicks beiläufiges Outing nichts. An "Tschick" wird man sich nur als trauriges Zeitzeugnis aus einem kulturell und politisch wenig rühmlichen Jahrzehnt erinnern. Der Film an sich schreibt sich mit zwei starken Jungdarstellern ins Gedächtnis. (Pino DiNocchio)

 


© 1999-2018 by TAMINGO Media Publishing

Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen:

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