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Zimt Und Koriander - [Politiki Kouzina] - [DE] DVD

Zimt Und Koriander - [Politiki Kouzina] - [DE] DVD
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Art.Nr.: 652399
Zimt Und Koriander - [Politiki Kouzina] - [DE] DVD

652399 DE
Tonspur: Deutsch / Griechisch
Untertitel: D
Länge: 103 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:2.35
Extras: Special Effects Feature, Spice Diary, Making of, deleted Scenes

 

Originaltitel: Politiki kouzina
internat.: A Touch Of Spice
Regie: Tassos Boulmetis
Musik: Evanthia Reboutsika
Darsteller: Georges Corraface, Tassos Bandis, Markos Osse, Odysseas Papaspiliopoulos, Ieroklis Mihailidis, Renia Louizidou, Stelios Mainas, Basak Köklükaya, Tamer Karadagli, Gözde Akyildiz
  Griechenland / Türkei 2003


ZIMT UND KORIANDER - Politiki kouzina

Die Nachricht, daß sein Großvater, den er wegen der gewaltsamen Trennung der Familie seit Jahrzehnten nicht gesehen hat, zu Besuch kommt, erscheint dem in Griechenland lebenden Astronomen Fanis kurz vor seiner Abreise zum Antritt einer Anstellung bei einer Universität in den USA wie ein Traum. Während der leidenschaftliche Koch Fanis ein Festessen für den Empfang des Großvaters vorbereitet, schweifen Erinnerungen an seine Kindheit in Konstantinopel an ihm vorüber.
Der kleine Fanis wächst in einem Stadtteil am Ostufer des Bosporus auf. Sein Großvater Vassilis betreibt einen Gewürzladen. Hier lernt der Junge früh, welche tiefen Geheimnisse sich in den Aromen verbergen, und auch, welche Verbindung die Gewürze zu den Planeten haben. Jeden Samstag, wenn in der Großfamilie ein opulentes Essen veranstaltet wird, zu dem alle ihre Kochkünste beisteuern, sammelt Fanis in der Küche wertvolle Erfahrungen. Der 7jährige verliebt sich in das gleichaltrige Mädchen Saime. Er faßt den Plan, für sie ein Liebesgericht zu kochen. Dazu kommt es nicht mehr.
Die unbeschwerte Kindheit von Fanis endet jäh, als die politisch-nationalistischen Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei wegen des Konflikts in Zypern 1964 eskalieren: Tausende in der Türkei lebende Griechen, die keine türkische Staatsbürgerschaft haben, müssen das Land ultimativ verlassen. Auch Fanis' Vater wird ausgewiesen. Die Familie wird aus ihrer Heimatstadt vertrieben und muß nach Griechenland auswandern. Nur Großvater Vassilis bleibt; er will bald nachkommen, doch in Wirklichkeit wird er sich nie von seiner Heimat trennen.
In Griechenland schlägt den Flüchtlingen Ablehnung entgegen. Sie werden nicht als Griechen akzeptiert, und selbst fühlen sie sich in Athen auch fremd. Bald beunruhigt der kleine Fanis seine Familie, weil er Stunden mit großer Hingabe in der Küche verbringt und kocht. Seine Speisen sind dank der gekonnt eingesetzten Gewürze von so himmlischer Köstlichkeit, daß man den Teufel dahinter vermutet. Ein Priester wird eingeschaltet. Dabei hat die besessene Kocherei des Jungen nur einen Beweggrund: Er kocht für seine geliebte Saime. Auch wenn sie weit weg von ihm in Konstantinopel ist, will er ihr doch wenigstens im Gaumen nahe sein.
10 Jahre später gibt es wieder eine Krise in Zypern, die mit der türkischen Invasion des Nordteils der Insel gipfelt. Die politische Lage macht alle Vorhaben für eine Reise zu den Verwandten und Freunden in Konstantinopel zunichte. Doch wenigstens zuhause in der Familie beeinflußt Fanis als auch noch Student mit seinen Kochkünsten so manches Schicksal. So verhindert er durch den Kochtopf die unglückverheißende Heirat seines Onkels mit einer Frau, die hoffnungslos unbegabt im Kochen ist.
Der letzte Versuch des alten Vassilis, Fanis in Athen zu besuchen, wird von der Endlichkeit des Lebens überholt. Zu spät kommt Fanis nach Konstantinopel, um noch einmal die Stätten seiner Kindheit zu sehen - und Saime zu treffen, die jetzt mit Mustafa verheiratet ist...

Ein herrlicher Humor, wie ihn nur die orientalische Weisheit hervorbringen kann, würzt die Lebensgeschichte von Fanis mit tragikomischen Elementen.
Vor dem Hintergrund der ethnischen Vertreibung im griechisch-türkischen Konflikt wird die Kindheitsliebe von Fanis und Saime eine ewige Sehnsucht bleiben. Trotz der frühen Trennung bleibt Fanis seiner Liebe treu, indem er alles in seine Kochkünste gibt. Alle politische Gewalt kann diese Liebe nicht zum Erlöschen bringen.
Die Tragik liegt darin, daß der märchenhafte sinnliche Reichtum, den Griechen und Türken und gleichwohl auch alle anderen Einwohner in der großen alten Weltstadt Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, im friedlichen Miteinander und gegenseitiger Bereicherung geschaffen haben, am Ende nicht verhindern konnte, daß die Rumpelfüßigkeit religiös-nationalistisch genährter politischer Borniertheit die vitale Vielfalt der Stadt gewaltsam zertrümmerte. Einst lebten in dem Schmelztiegel von Orient und Okzident Griechen und Türken, Christen, Moslems und Juden in guter Nachbarschaft; und sie teilten trotz einiger feiner Unterschiede die Leidenschaft für kulinarische Genüsse. Die Gewürze mit ihrer Magie verbanden die Völker des östlichen Mittelmeers. Die über das ganze 20. Jahrhundert in mehreren Wellen vollzogene Vertreibung der griechischstämmigen christlichen Bevölkerung aus den türkisch beherrschten Gebieten zementierte die selbstgewollte Separation der moslemischen Türkei von Europa.
(Pino DiNocchio)

 


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Diesen Film gibt es auch in anderen Editionen::

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