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Domspatzen - Ein Jahr Mit Deutschlands Ältestem Knabenchor - (Special Edition) - DOKU - [DE] DVD

Domspatzen - Ein Jahr Mit Deutschlands Ältestem Knabenchor - (Special Edition) - DOKU - [DE] DVD

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Art.Nr.: 850537
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850537 DE
Tonspur: Deutsch
Untertitel: D, E + 4 weitere
Länge: 89 Min.
Bild: 16:9 Widescreen 1:1.78
Extras: Konzertausschnitte (5 Lieder in voller Länge)

 

Originaltitel: Domspatzen
Regie: Matti Bauer
Musik:  
Darsteller: Marco Illichmann, Johannes Fischer, Peter Geier, Maximilian Eibl, Maximilian Niebler
  Deutschland 2008


DOMSPATZEN - Ein Jahr mit Deutschlands ältestem Knabenchor

Vor über 1000 Jahren wurde die Singschule am Regensburger Dom gegründet, um mit einem Knabenchor die Liturgie der Messen zu begleiten. Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Chor unter dem Namen "Regensburger Domspatzen" auf Konzertreisen zu gehen und erlangte so als Institution Berühmtheit.
Jedes Jahr im September kommt ein neuer Jahrgang Buben in das traditionsreiche Internat. Sie sind 10-11 Jahre alt und beginnen mit der 5. Klasse des Musikgymnasiums, wo sie zugleich eine fundierte Gesangsausbildung erhalten. Der Dokumentarfilm begleitet fünf Jungen während ihres ersten Jahres bei den Domspatzen. Der erste Tag ist der schwerste. Jeweils 4 Jungen teilen sich ein Zimmer. Nachdem das neue Quartier bezogen ist, heißt es Abschied nehmen von den Eltern. Von nun an sind die Kinder die ganze Woche von ihren Familien getrennt, für die meisten ist das eine ungewohnte Erfahrung. Viele leiden in den ersten Tagen und Nächten unter Heimweh.
Schon nach wenigen Unterrichtswochen kommen die ersten Kandidaten zum Vorsingen für die Aufnahme in den Nachwuchschor. Die Anforderungen sind hoch. Die Freude ist groß über den persönlichen Etappensieg. Bis Weihnachten, dem Höhepunkt der Saison, sollen nach und nach alle Neulinge in den Chor integriert werden. Damit beginnen auch Pflichten. Die jungen Sänger werden in Gewänder eingekleidet, denn der Chor begleitet die Messen im Dom. Fortan müssen sie zusätzlich zu Schule und Musikstunden noch den Dienst im Dom erfüllen. Nicht bei allen ist das so sehr beliebt. Zeit für ausnehmende Hobbys bleibt den Kindern da kaum.
Im Visier steht schon das nächste Ziel: Den Besten winkt ein Platz im Konzertchor. Dort geht es auch auf Reisen zu Auswärtskonzerten und Studioaufnahmen.
Die Zeit vergeht trotz Heimweh wie im Flug. Gesungen und musiziert wird immer. Das Singen hilft auch gegen Traurigkeit und gedrückte Stimmung, wenn die Sehnsucht nach Zuhause, Streit mit Kameraden oder ausbleibende schulische Erfolge Kummer bereiten. Ehe man sich versieht, sind die Jungs ein Jahr älter geworden. Sie haben viel gelernt, vor allem selbständig zu sein und sich unter Freunden gegenseitig zu unterstützen. Trotzdem sind sie immer noch Kinder, wie es ihrem Alter entspricht. Die jungen Spatzen fliegen aus in die Sommerferien, aber im Herbst kommen sie wieder...

Die Kamera zeigt Marco, Johannes, Peter, Max und Maxi mitten im Internatsleben. Beneidenswert offen und ungeniert zeigen sich die Jungs in ganz privaten Momenten. Heulen und Lachen, Enttäuschung und Jubel, die emotionalen Höhen und Tiefen. Wenngleich die Kinder in der Einrichtung liebevoll umsorgt werden, sind sie nicht immer glücklich. Häufig stellen sie sich kritisch die Frage, ob sie am richtigen Platz sind. In der kompromißlosen Herangehensweise liefert der Film ein realistisches Portrait. Es wird deutlich, wo die Begeisterung für das Singen ihre Grenzen findet, und wo sie für die Entwicklung der Kinder einen unschätzbaren Gewinn spendet.
Die moderne Internatschule hat mit dem antiquierten Bild, welches man von katholischen Zuchtanstalten hat, nichts zu tun. Die Kinder leben und lernen hier ganz normal und können einen angemessenen Freiraum für ihre Individualität ausschöpfen. Es geht weder uniformiert, noch elitär zu. Eine qualitativ gesicherte weltliche Schulbildung in Verbindung mit der musischen Ausbildung ist das, was Eltern für ihre Kinder erwarten dürfen. Der religiöse Hintergrund ist zwar nicht völlig ausblendbar, da es sich um einen Kirchenchor handelt, christliche Werte liegen auch dem Erziehungskonzept zugrunde, jedoch ist eine spezifische Glaubenspraxis für die Schüler nicht zwingend. So ist auch das Repertoire des Chors nicht auf Kirchenmusik beschränkt. Gesungen wird, was Freude macht und wohlklingt. Traditionelles Liedgut und Klassisches ergänzen das breite Feld der geistlichen Musik.
Die große Zäsur ist für alle Jungen der Stimmbruch. Der kommt unausweichlich, und zwar wann er will, bei jedem zu einem individuellen Zeitpunkt. Gar nicht alle der Buben freuen sich über den Eintritt in die Jugend, weil ihre hohen Knabenstimmen damit unwiederbringlich verloren gehen. In einem reinen Jungeninternat mag es dem einen oder anderen auch leichter fallen, mit dem Erwachsenwerden noch etwas zuzuwarten. Das Singen ist für sie die oberste Herzensangelegenheit. Der Domkapellmeister sieht sich einem ständigen Wandel der Stimmen gegenüber, aus denen er einen vielköpfigen Chor mit einem diffizilen Klangbild zusammenstellen muß. Im Ensemble mit den älteren Schülern ergibt der Gesamtchor ein gewaltiges Instrument von imposanter Größe. (Pino DiNocchio)

 


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Dieser Titel ist auch in anderen Editionen erhältlich:

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