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Nach Dem Urteil - [Jusqu’a La Garde] - [DE] DVD

Nach Dem Urteil - [Jusqu’a La Garde] - [DE] DVD

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Art.Nr.: 634591
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634591 DE - mit Wendecover -
Tonspur:Deutsch / Französisch
Untertitel:D
Länge:90 Min.
Bild:16:9 Widescreen 1:2.40
Extras:Wendecover

 
Originaltitel: Jusqu’à la Garde
Filmlänge: DVD 85 Min. ohne Abspann
Regie: Xavier Legrand
Musik:  
Darsteller: Lea Drucker, Denis Menochet, Thomas Gioria, Mathilde Auneveux, Mathieu Saikaly
 Frankreich 2017

NACH DEM URTEIL - Jusqu’à la Garde

Nach dem Gerichtsurteil muß Julien jedes zweite Wochenende und einen Teil der Ferien bei seinem Vater verbringen, obwohl der 11jährige bei der Anhörung klar und deutlich angab, daß er den Vater nicht mehr sehen will.
Miriam hat nach der Trennung mit den Kindern den Wohnort gewechselt. Ihre neue Adresse hält sie geheim. Als neutralen Übergabepunkt für Juliens Wochenenden hat sie das Haus ihrer Eltern gewählt. Antoine will nicht einsehen, daß die Kinder keinen Kontakt wünschen. Tochter Josephine wird 18, sie darf selbst bestimmen. Bei Julien beharrt der Vater darauf, das Umgangsrecht minutiös durchzusetzen.
Es ist absehbar, daß die geschiedenen Eheleute ihren schmutzigen Krieg auf dem Rücken des Jungen austragen. Sein gequältes, verheultes Gesicht spricht Bände. Der junge Darsteller Thomas Gioria bringt beachtliche schauspielerische Leistung, den ganzen Film hindurch nur in todunglücklicher, verängstigter Verfassung aufzutreten. Julien fühlt sich völlig hilflos. Was immer er tut, um ein Elternteil vor dem Zorn des anderen zu bewahren, verursacht neue Wut, die sie dann wieder an ihm auslassen.
Die Besessenheit, mit der Antoine seine Ex verfolgt, belagert, am Telefon terrorisiert, den Jungen schließlich mit brutaler Einschüchterung zwingt, ihn zur neuen Wohnung zu führen, wie er über die Grenzen get, was für ein Theater er aufführt, um die Familie zurückzugewinnen, die er zuvor gewaltsam zerstört hatte, läßt Schlimmes ahnen. Die Passagen außerhalb der verzweifelten Dialoge sind nicht mit Musik unterlegt. Das erzeugt ein beklemmendes Gefühl, daß sich etwas Unheilvolles zusammenbraut. Langsam aber stetig steigert sich der Konflikt...

Das Umgangsrecht hat eine wechselvolle Geschichte. Bis weit in die Neuzeit waren Kinder quasi alleiniges Eigentum der Väter. Erst im 20 Jahrhundert erlangten die Frauen als Mütter gleiche Rechte, die dann teilweise so "gleich" ausfielen, daß heutzutage die Väter ihrerseits sich wieder das Recht auf Umgang mit ihren Kindern neu erkämpfen müssen. Das Familiengericht, das im Trennungsfall beiden Elternteilen Zugang zu den gemeinsamen Kindern gewähren will, übersieht bisweilen im Eifer des Gleichberechtigungsgedankens, daß trotz eindeutiger Hinweise einer der Partner sich mit seinem Verhalten für den Kontakt mit den Kindern disqualifiziert. Das Drama "Nach dem Urteil" legt den Finger genau in diese Wunde. Die Dissonanz zwischen Miriam und Antoine ist so offensichtlich, die Aussagen von Julien und Josephine so unmißverständlich, daß man nur von einer Fehlentscheidung sprechen kann. Mag der Film eine Mahnung sein, vermeintlichem Allgemeinrecht nicht leichtfertig nachzugeben, wenn so sichtbar die Gefahr besteht, daß es von einem Psychopathen mißbraucht wird. (Pino DiNocchio)

 


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