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For My Brother - [For Min Brors Skyld] - [DE] DVD dänisch

For My Brother - [For Min Brors Skyld] - [DE] DVD dänisch

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Art.Nr.: 676514
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676514 DE - mit Wendecover -
Tonspur:Dänisch
Untertitel:D, E
Länge:117 Min.
Bild:16:9 Widescreen 1:1.78
Extras:Wendecover, Interview mit dem Regisseur, Aufnahmen von der Premiere, Amatuerfilm "De Tidlige Ar" (52 Min) - alle Extras ohne Untertitel


Originaltitel: For min brors skyld
Filmlänge: DVD 111 Min. ohne Abspann
Regie: Brian Bang
Musik:  
Darsteller: Elias Munk, Christopher Friis Jensen, Allan Karlsen, Frank Schiellerup, Oliver Bjørnholdt Spottag, Lara León, Tina Nørby, Frederik Ingemann Brandt, Jonathan Tage Pedersen, Tobias Hyttel, William Gaarde, Robin Koch, Oliver Skou Due
 Dänemark 2014

FOR MY BROTHER - For min brors skyld

Aske ist 10 Jahre alt, als seine Mutter einen Freund ihres Gatten mit dem Jungen in sexueller Pose ertappt. Im Streit geschieht ein Unfall, die Mutter kommt ums Leben. Fortan sind Aske und sein kleiner Bruder Bastian ganz der Willkür des jähzornigen Vaters Lasse ausgesetzt, der beide Kinder regelmäßig schlägt.
Aske beschützt seinen Bruder so gut er kann. Bei ihm fühlt sich Bastian geborgen und verstanden. Für den Kleinen ist Aske Mutter und Vater zugleich. Auch nach fünf Jahren, Aske ist jetzt 17 und Bastian ist 12, sind die Brüder in ihrem Leid innig verbunden. Aske wird vom Vater und von dessen Freunden regelmäßig sexuell mißbraucht. Der Junge wird gezwungen, in selbstgedrehten Pornovideos zu agieren, mit deren Verkauf auf DVD Lasse Geld verdient. Damit Bastian nichts zustößt, erträgt es Aske, alles zu tun, was der Vater verlangt.
Aus Liebe zu seinem Bruder stellt Aske alle persönlichen Interessen zurück, entsagt dem Leben eines normalen Teenagers, verzichtet auf eine Freundin. In ständiger Angst vor den gewalttätigen Mißbrauchsgelüsten des betrunkenen Vaters läßt Aske den kleinen Bruder niemals allein. Eines Abends wagt er es, auf eine Party zu gehen, um einem Mädchen näherzukommen. Es wird ein Fiasko. Nach dem jahrelangen Mißbrauch und den Pornodrehs, für die er Viagra nehmen mußte, streikt der Körper des Jugendlichen beim Versuch, richtigen Sex zu haben. Noch Schlimmeres erwartet Aske dann zu Hause: Der Vater hat sich in seiner Abwesenheit an Bastian vergangen! Nun erfährt auch Askes bester Kumpel von den ungeheuerlichen Taten, und er handelt entschlossen, um dem Leid ein Ende zu machen.

Der Anfang ist schon schwer zu ertragen. Und besser wird es nicht. Der Film ist ein einziges Grauen. Das furchtbare Ende ist ein Schlag in die Magengrube des Zuschauers. Nach der Einleitungssequenz, wo Aske als 10jähriger vom Vater genötigt wird, dessen pädosexuellem Kumpel Hans zu Diensten zu sein, geht die Erzählung 5 Jahre später in den Hauptteil. Die Brüder sind jetzt Teenager. Die jungen Darsteller sind vom Alter her zutreffend besetzt. Ein harter Job für die beiden Jungs, Szenen mit so viel Schmerz und so viel Widerwärtigkeit zu spielen. Es ist ein schonungsloser Film mit erschütternder Brisanz.

Kriminalstatistisch erwiesen, geschehen die meisten Mißbrauchsfälle im familiären Umfeld. Es sind nicht flüchtige Zufallsbegegnungen, sondern bewußt ausgeführte, über einen langen Zeitraum anhaltende, serielle Gewalttaten, die an Minderjährigen verübt werden und zu schweren seelischen Traumata führen. Es sind Väter, die ihre eigenen Kinder verkaufen. Noch immer wird in westlichen Ländern alle Energie für die generalisierte Kriminalisierung des Internet aufgewendet, anstatt einen effizienten Kinderschutz zu installieren. Kinderschutz muß klar vor Familienschutz stehen. Es muß ernsthaft in Frage gestellt werden, ob die abgeschottete Familie als Lebensgemeinschaft für Kinder die einzige Option sein darf. Der Einwand "er ist doch mein Vater" ist immer wieder von Kindern zu hören, die sich selbst nach jahrelangem sexualisierten Mißbrauch schützend vor die Täter stellen und sich scheuen, Hilfe zu holen. "Vater" ist kein Rechtstitel, sondern eine soziale Rolle, die eine Person nur beanspruchen darf, wenn sie ihr auch gerecht wird. Eine so erbärmliche Figur, wie sie im Film Lasse darstellt, ist kein Vater, sondern ein Verbrecher, der hinter Gitter gehört. Erst wenn ein mißhandeltes Kind diesen Unterschied begreift, wird es den Mut finden, sich vom Täter abzuwenden. Dazu muß gesetzlich und institutionell das fatale Abhängigkeitsverhältnis der Kinder von ihren Eltern oder Sorgeberechtigten radikal abgeschnitten werden. Ein Kind muß die Sicherheit haben, daß es von einer umsorgenden Gemeinschaft aufgenommen wird, sobald es sich vom Täter trennt. Jedes Kind braucht die Perspektive, verbrecherische Eltern jederzeit verlassen zu können. Erst wenn das erreicht ist, kann von Kinderschutz die Rede sein. (Pino DiNocchio)

 


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