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Gelobt Sei Gott - [Grace A Dieu] - [DE] DVD

Gelobt Sei Gott - [Grace A Dieu] - [DE] DVD

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Art.Nr.: 676099
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676099 DE - mit Wendecover -
Tonspur:Deutsch / Französisch
Untertitel:D
Länge:137 Min.
Bild:16:9 Widescreen 1:1.85
Extras:Wendecover, Interviews

 
Originaltitel: Grâce à Dieu
Filmlänge: DVD 129 Min. ohne Abspann
Regie: François Ozon
Musik:  
Darsteller: Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud, Éric Caravaca, François Marthouret, Bernard Verley, Martine Erhel, Nicolas Bauwens, Max Libert, Timi-Joy Marbot, Zuri François, Davan Collin
 Frankreich 2019

GELOBT SEI GOTT - Grâce à Dieu

Über 30 Jahre hatte Alexandre es für sich behalten, daß er als Kind von einem Priester sexuell mißbraucht worden war. Bei den Pfadfindern hatte Pater Preynat sich in den 1980er Jahren immer wieder an Alexandre vergangen - und nicht nur an ihm. Das zufällige Wiedersehen mit einem der Kameraden von damals, dem es genauso ergangen war, ruft bei dem als Bankangestellter und fünffacher Familienvater im Leben stehenden Katholiken die schmerzliche Erinnerung wach. Alexandre beschließt, die Dämonen ein für allemal zu vernichten. Er offenbart sich seiner Familie, die ihn fortan bei seinem Kampf unterstützt, vor allem seine Frau und die zwei älteren Söhne Victor und Gauthier, die gerade als Teenager gefirmt wurden.
Mit Entsetzen und Abscheu erfährt Alexandre, daß Pater Preynat immer noch als Priester mit Kindern arbeitet. Jetzt will er den Kerl zur Rechenschaft ziehen. Preynat gibt im Gespräch seine pädosexuelle Neigung unumwunden zu und beklagt, wie sehr er darunter leide. Alexandre wendet sich an den Lyoner Kardinal Barbarin mit dem Verlangen, Preynat möge von der Kirche für seine Taten verurteilt und aus dem Amt entlassen werden. Barbarin zeigt sich kooperativ, doch bald erkennt Alexandre, daß der Kardinal nur seine Institution und das perfide System des vielfachen Kindesmißbrauchs schützen will. Eine kircheninterne Aufarbeitung ist nicht in Sicht.
Obwohl seine Anschuldigungen vor dem Gesetz Frankreichs inzwischen verjährt sind, erstattet Alexandre bei der Polizei Anzeige gegen Preynat, um Ermittlungen in Gang zu bringen. Zugleich sucht er unermüdlich nach weiteren, jüngeren Opfern und Zeugen von Preynats sexuellen Mißbrauchstaten an Knaben. Er wird fündig. Eine Flut von Beweisen und Aussagen baut sich gegen Preynat auf. Kirche und Ermittlungsbehörden versuchen weiter zu mauern. Mit aller Macht soll das kirchliche System von Verbrechen an Kindern geschützt und verschleiert werden. Doch mit dem Einschalten der Presse erhöhen die Opfer den Druck. Alexandre appelliert an Papst Franziskus, hatte dieser doch vollmundig verkündet, den Kampf gegen den Mißbrauch zur Chefsache zu machen.
Was Alexandre angestoßen hat, wird nun zu einem Fall für Francois, ebenfalls ein Opfer von Preynat, der mit einem Journalisten den Feldzug gegen den Priester zu einer Medienkampagne macht. Das Netz zieht sich immer weiter zu. Der Staffelstab geht weiter. Immer weitere Mißbrauchsopfer des Paters Preynat schließen sich dem Verein an. Jeder von ihnen muß sich jetzt in seiner Familie darüber auseinandersetzen.

In den meisten christlich orientierten Staaten hat die römisch-katholische Kirche als "Staat im Staat" auch heute noch das aus dem Mittelalter stammende verfassungsrechtliche Privileg einer eigenen Jurisdiktion, also Straftaten intern behandeln zu dürfen, ohne daß der Fall vor die öffentlichen Strafverfolgungsbehören gelangt.
Francois Ozon, bedeutendster Regisseur des französischen Queer Cinema, stellt in diesem Kinofilm die aktuellen Ereignisse um den spektakulärsten Kirchen-Kriminalfall des Landes nach. Erst als der Film ins Kino kam, bewegte sich die Justiz. Die gesetzliche Verjährungsfrist für sexuellen Mißbrauch wurde ausgeweitet, damit auch länger zurückliegende Fälle noch verfolgt werden können. Das trägt dem Umstand Rechnung, daß beschämte Opfer mitunter erst nach Jahrzehnten in der Lage sind, über die Sache zu sprechen. Im Juli 2019 verurteilte die Kirche endlich den Pater Preynat und entfernte ihn aus dem Priesteramt. Der Zivilprozeß gegen ihn wurde Anfang 2020 eingeleitet. (Pino DiNocchio)

 


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