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Zoros Solo - [DE] DVD

Zoros Solo - [DE] DVD

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Art.Nr.: 675601
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675601 DE - mit Wendecover -
Tonspur:Deutsch
Untertitel:D
Länge:86 Min.
Bild:16:9 Widescreen 1:2.39
Extras:Wendecover, Audiodeskription, Making of, Interviews, Outtakes, Deleted Scenes, Die Choraufnahmen


Originaltitel: Zoros Solo
Filmlänge: DVD 82 Min. ohne Abspann
Regie: Martin Busker
Musik:  
Darsteller: Mert Dincer, Andrea Sawatzki, Laurids Schürmann, Hadi Khanjanpour, Robert Kuchenbuch, Michael Benthin
 Deutschland 2019

ZOROS SOLO

Mit der neuen Völkerwanderung kam der 13jährige Zoro aus Afghanistan nach Deutschland. Zum Ärger seiner Mutter, die bemüht ist, sich hier anzupassen, betätigt sich der Teenager in der schwäbischen Kleinstadt als Anführer einer jugendlichen Einbrecherbande. Zoro glaubt einen guten Grund für Diebstähle zu haben: Er braucht Kohle, um seinen noch in Ungarn festsitzenden Vater nach Deutschland zu holen. Auch vor einem Kirchenraub schreckt der dreiste Kerl nicht zurück. Immerhin hat der frauenfeindliche kleine Macho schnell so passabel Deutsch gelernt, daß er die Bevölkerung in dem Land, das ihn aufgenommen hat, schamlos anpöbeln und beschimpfen kann. Der Junge legt ein Sozialverhalten an den Tag, das auf deutsch gesagt unter aller Sau ist.
Die resolute Kirchenchorleiterin Frau Lehmann läßt sich von dem Gutmenschen-Gesäusel des Herrn Pfarrer nicht beeindrucken. Die verwahrt sich entschieden gegen das respektlose Betragen der Ausländer. Auch Zoros Unverschämtheit kann sie nicht einschüchtern. Als Zoro hört, daß Frau Lehmann mit ihrem Knabenchor zu einem Singwettbewerb nach Ungarn reisen wird, kommt ihm die Idee: Er will im Chor mitsingen! Das wäre seine Fahrkarte, um den Vater dort rauszuholen.
Jetzt beginnt für Zoro der schwierige Teil an dem Plan. Er muß allen Ernstes Singen lernen. Da bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Hilfe von dem sensiblen Chorknaben Julian in Anspruch zu nehmen, den er kurz zuvor noch abgezogen und schikaniert hat...

Der Stoff ist politisch brisant. Mit ihrer als Humanität kaschierten offensiven Einwanderungspolitik haben sich westeuropäische Regierungen eine neue Bevölkerungsschicht in ihre Länder geholt, die unsere freiheitliche Lebensweise keineswegs vorbehaltlos akzeptiert. Die Sippenmentalität der islamischen Völker begünstigt Selbstghettoisierung und Clanbildung. Organisierte Kriminalität als Geschäftsmodell wird in diesen Kreisen als normal betrachtet.
Zoro muß über mehr als seinen Schatten springen, um sich der ihm so fremden Kultur des Kirchenchors anzudienen. Nicht die christlichen Lieder im Repertoire sind das Problem, sondern der hierzulande übliche höfliche und tolerante und zuverlässige Umgang miteinander. Das hat Zoro nämlich während seiner Odyssee und während des Lebens im deutschen Flüchtlingsheim, wo er mit Mutter und Schwestern haust, verlernt. Die Verantwortung für die soziale Verwahrlosung der ins Land gelassenen außereuropäischen Zuwanderer trägt die Politik, weil sie zügige verpflichtende Integrationsmaßnahmen schlicht unterläßt. Für Erheiterung sorgen als satirische Einlage im Film die schwäbischen Hausfrauen, die mit Platitüden aus der Volksseele vor dem Asylantenheim gegen Ausländer demonstrieren.
Zoros großer Plan gelingt zwar, aber auf Kosten der Wahrheit. Er begeht Verrat an allen, die ihn unterstützen, weil sein erbärmliches junges Leben ihn gelehrt hat, niemandem zu vertrauen. Alles was Zoro erreicht, das erlangt er letztlich durch Betrug, Lügen und Gewalt. Alle um ihn herum werden Opfer ihrer Gutgläubigkeit, die Zoro mißbraucht. Daß ein derart entwurzeltes afghanisches Kind in Deutschland wirklich eine Heimat finden wird, bleibt ein Märchen. Die Lage der Familie verbessert sich nicht. Ein gekünsteltes gutes Ende bleibt unglaubwürdig.
"Zoros Solo" ist eine flott arrangierte, wendungsreiche Story von zwei Menschen, die sich gegenseitig in einem heftigen emotionalen Schlagabtausch die Augen öffnen. Die zweite Hauptfigur neben Zoro ist seine Gegenspielerin Frau Lehmann. Die verbitterte alte Frau arbeitet sich an dem renitenten Teenager ab, aber eigentlich läuft sie nur vor sich selbst davon. Ihre Engstirnigkeit ist Ausdruck ihres Frusts. Die Unzufriedenheit über das, was sie aus ihrem Leben gemacht hat, läßt sie erstarren. Lange wehrt Frau Lehmann den undisziplinierten Jungen ab, dann aber stellt sich sein stimmliches Talent heraus, und sie beginnt ihn zu fördern.
Schauspielerisch bietet Andrea Sawatzki dem energiegeladenen Newcomer Mert Dincer in seiner ersten Spielfilmrolle eine perfekte Kontrastposition. Auch die Rolle des zurückhaltenden Julian ist mit Laurids Schürmann sehr treffend besetzt.
Unstimmig wird es beim Ton. Die Jungs vom Chor sind deutlich zu alt für solche hohen Bubenstimmen. Die Tonhöhe ist beim Gesang von Julian und auch von Zoro nicht authentisch. In der Tat wurde der Gesang von den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben mit viel jüngeren Sängern aufgenommen und dann als Synchronspur über die jugendlichen Darsteller gelegt.
(Pino DiNocchio)

 


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